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Montag, 12. Oktober 2026

Bardenbergs Krankenhaus: gestern, heute und morgen

125 Jahre nach der Grundsteinlegung verbindet das ehemalige Knappschaftskrankenhaus in Bardenbverg Bergbaugeschichte, psychosomatische Rehabilitation und eine bis heute lebendige Idee der Solidarität.

Panorama-Aufnahme des Gesundheitscampus Bardenberg. Foto: Attila Radnai


Am 12. Oktober 2026 jährt sich die Grundsteinlegung des Bardenberger Krankenhausneubaus zum 125. Mal. Dies ist auch das ursprüngliche Veröffentlichungsdatum dieses Beitrags.

Das Gebäude hat seitdem viele Veränderungen erlebt: Erweiterungen, Kriegsschäden, medizinische Neuerungen und schließlich den Abschied von der Akutversorgung. Heute beherbergt es die VIALIFE Reha Bardenberg, eine Fachklinik für psychosomatische Rehabilitation.

Die Geschichte der Einrichtung reicht allerdings weiter zurück als die des heutigen Baus. Schon 1856 eröffnete die Wurmknappschaft hier ein Krankenhaus für verletzte Bergleute. Zwischen dieser frühen Fürsorge und der heutigen Rehabilitation besteht eine Verbindung, die über Mauern und Namen hinausreicht: Menschen sollen nach Krankheit wieder möglichst selbstständig leben und am Arbeitsleben teilhaben können.

Meine Neugier auf das Haus entstand bei wiederholten Besuchen in der Region. Seit 2016 führten mich unter anderem Ingress-Touren nach Aachen, Würselen, Herzogenrath, Alsdorf und Bardenberg. Als Journalist, Fotograf und an Geschichte interessierter Politikwissenschaftler beschäftige ich mich auch mit Energiewirtschaft und Bergbau. Dabei stieß ich auf den bemerkenswerten Ruf dieses Hauses: das erste Unfallkrankenhaus der Welt.

Vorschau auf das Projekt "Glück auf Bardenberg" mit virtuellen Fördertürmen an mehreren Stellen Bardenbergs.

Donnerstag, 10. Juli 2025

Politik ist das Managen von Ambivalenz. Und Köln ist Weltmeister darin.


Politik bedeutet oft, sich in Räume vorzuwagen, in denen die Zielkonflikte so groß sind, dass eigentlich gar nichts mehr geht.

Aber dann kommt Köln um die Ecke und sagt: „Mach dir nix draus, mir kriege dat schon hin.“

Nirgendwo zeigt sich das besser als am größten Wirtschaftsfaktor dieser Stadt: dem Kölner Dom.

Alles eine Frage der Perspektive und des Strahlengangs


Der Kölner Dom – Wirtschaftswunder mit Fragezeichen

  • bis zu 8 Millionen Besucher jährlich (vor Corona)

  • jährlich über 120–150 Mio. € Wirtschaftswert (Tourismus, Gastronomie, Handel, Spenden)

Donnerstag, 1. Mai 2025

Fiese Masche: Autoverkauf mit Spätfolgen

 

Ich wollte nur mein Auto verkaufen. Jetzt bin ich Tatverdächtiger in drei Bundesländern.




04. April 2025, 19:50 Uhr. Ein stinknormaler Freitagabend. Ich stehe vor meiner Tür, drücke einem Rumänen den Autoschlüssel in die Hand – und denke: „Wieder einer dieser Facebook/Mobile/Kleinanzeigen-Marktplatz-Schnapper, 300 Euro in bar für ein Auto ohne TÜV, passt schon.“
Tja. Spoiler: Hat nicht gepasst. Gar nicht.

Verkauf abgeschlossen – Ärger fängt an

Die Jungs kamen mit einem Autotransporter. Drei Mann, einer davon über 60, zwei jüngere, einer davon redet mit mir über „sein Kumpel, Ford-Werk Köln-Niehl, gute Arbeit, schnelle Reparatur“.

Donnerstag, 16. September 2021

3 Wege zur besseren Digitalisierung von Schulen

Unsere Schule im Land der Dichter und Denker ist wie das Land selber: überbürokratisiert und unterdigitalisiert.




Oh Mensch. Ich schicke als Vater eines Zweitklässlers unserer Schuldirektorin immer sooooo viele tolle Vorschläge, was man mit digitalen Tools alles machen kann. Warum nimmt diese nicht alle sofort begierig auf? Da haben Lehrer:innen schon soviel Ferien und nur einen Halbtagsjob und dann das....

Falsch! Wer hier gefällig genickt hat, sollte eigentlich nochmal zurück auf die Schulbank. Empathie 5-. Versetzung gefährdet.

Den Blick fürs Ganze nicht verlieren


Vielmehr weiß ich, dass es nicht am fehlendem Interesse an dem Thema liegt. Es liegt daran, dass man als Direktor:in mindestens 20 Jobs noch höher priorisierte Aufgaben für die 16 Wachstunden am Tag herumjongliert.

Also Jobs als
  • engagierte Lehrerin
  • repräsentierende Direktorin
  • inspirierende Führungskraft
  • pfiffige Marketing-Leiterin
  • umsichtige Hygiene-Expertin
  • betreuende Sozialarbeiterin
  • resolute Kinderschützerin
  • weltgewandte Reiseorganisatorin
  • immer mehr gernervte Bauleiterin
  • gebildete Bibliotheksleiterin
  • unterhaltende Eventmanagerin
  • unterfinanzierte IT-Managerin
  • überbürokratisierte Einkäuferin
  • vorausschauende Bankkauffrau
  • unfreiwillige Amtsschimmelbespaßerin
  • multivernetzendes Gremienmitglied
  • respektiertes Gemeindemitglied
  • rührige Haushaltsmanagerin
  • fürsorgliche Mutter
  • liebende Partnerin
  • geliebte Tochter
  • beliebte Freundin
und noch sicher welche, die ich hier vergessen habe.
Denkt immer dran: Je nach Alter und Bedarf des Kindes kann einen schon alleine der Elternjob voll ausfüllen.

Wenn wir also für die tolle Arbeit von Krankenschwester, Ärzt:innen, Feuerwehrleuten oder Flut-Ersthelfer:innen geklatscht haben, dann dürfen wir es recht für die Erzieher:innen, Lehrer:innen, Pädagog:innen der OGS und eben die Direktor:innen tun.



Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr üben den Ernstfall. Foto: Attila Radnai




Was tun? Mehr Internet?


Was hilft noch mehr als der Seelenbalsam von Applaus?
Was sind die eigentlichen Hemmschuhe für digitale Transformation von Schulen und Unterricht?

Mehr Breitband, mehr digitale Whiteboards, digitale Lerngeräte in Klassenstärke, WLAN überall auf dem Schulgelände?
Ja, ja, ja, ja und ja.

Das sind jedoch am Ende nur Werkzeuge, die nicht im Vordergrund stehen dürfen. Das schreibe ich, obwohl mein Arbeitgeber Plusnet zu den führenden Anbietern im Bereich von professionellen Breitbandanbindungen gehört und von mehr Glasfaser in Schulen profitierte.

Am Ende des Tage gilt immer noch:

A fool with a tool is still a fool

Wie machen wir es besser?


Hier kommen daher 3 Vorschläge, die in meinen Augen viel wichtiger Engpässe aufgreifen:

  1. Eine Stundenzeiterfassung für Beamt:innen mit Zeitausgleich. Man glaubt es nicht, aber sie arbeiten auch in den Ferien sehr viel und haben dann am Ende keinen "normalen" Urlaubsanspruch mehr. Viele schieben einen großen Berg an über 200 Überstunden vor sich her. Wie soll man auf YouTube Videoanleitungen über Hybrid-Unterricht anschauen, wenn man keine Luft dafür hat?
  2. Ein Personalschlüssel, der mit einem realistischen 120% Ansatz wirklich Zeit für Weiterbildung in Fragen digitaler Transformation pädagogischer Arbeit erlaubt und nicht bei faktischen 80-90% schön langsam in den Burnout führt.
  3. Der Einsatz von externen Berater:innen wie z.B. Die Schulgestalter oder Die Schulverbesserer, die um all das oben genannte wissen und mit externem Wissen um erprobte Strategien, Kommunikationspläne und erst am Ende auch digitalen Tools den Eltern, Lehrern:innen, internen Schulberater:innen und Schüler:innen zur Seite stehen.

Was denkst Du? Was würdest Du bei der Top 3 noch ergänzen?`


Donnerstag, 29. Oktober 2020

Hürtgenwald - Wanderung mit Irrwegen

Wie eine einstündiges Wanderung zu einer Tagestour mit Ende im stockdunklen Hürtgenwald wurde.

Im Oktober 2020 hatte es mich in den Hürtgenwald verschlagen. Diese eine Eifel-Region liegt südöstlich von Aachen. Sie ist davon geprägt, dass Ortsfremde deutlich länger als geplant zur Durchquerung brauchen. Das galt sowohl für mich wie auch die Amerikaner im 2. Weltkrieg. 



Mittwoch, 15. Januar 2020

Meine Lieblingspodcasts. Sie machen aus mir einen besseren Menschen.

Die Sonne knallt vom Himmel. Ich liege regungslos im Sand. Aufstehen wäre jetzt keine gute Idee. Denn um mich herum tobt eine große Schlacht zwischen Elfen, Zwergen, Hobbits, Trollen, Orks und weiteren Bewohnern Mittelerdes. Ich hoffe, dass ich hier lebendig als Beobachter herauskomme. Dann spüre ich auf einmal, wie eine Flüssigkeit an meinem Arm entlang fließt. Ist es Blut? Meins? Das eines anderen? Nein, es ist kalt. Ziemlich kalt sogar. Mensch, wer ärgert mich da? Ich öffne blinzelnd die Augen und blicke in das schmunzelnden Gesicht meiner Partnerin, die neben mir am Strand von Cala Millor auf Mallorca liegt. Sie fragt, ob wir dem Melonen-Mann etwas abkaufen wollen. Ich ziehe die Kopfhörer ab, halte die Herr der Ringe CD im Discman an und bin wieder in der Realwelt angekommen. 

Ich war schon immer leidenschaftlicher Zuhörer. Sowohl zum Entfliehen in fremde Welten, aber vor allem auch zur Aufnahme neuer Informationen. Bei meinen frühen Walkmans war es mir wichtig, dass diese nicht nur Kassetten aufnahmen, sondern auch ein Radio eingebaut hatten, mit dem ich aktuelle Beiträge hören konnte. 

Montag, 16. Dezember 2019

Versteckte Festungen im Kölner Süden

Köln ist eine Festungsstadt. Einige Teile sind für alle offensichtlich. Andere müssen aktiv erkundet werden. Dies ist ein kleiner Bericht über die versteckten Teile im Süden Kölns.

Köln als Festungsstadt: Römer -  Mittelalter - Preußen


Städte sind ja in früheren Zeiten oft klar durch ihre befestigten Stadtmauern zum Umland abgegrenzt gewesen. Die Stadt Köln mit ihrer über 2000jährigen Geschichte hat davon auch einige. Es begann mit dem römischen Castel Divita, wuchs über ein Jahrtausend zur mächtigsten Stadtmauer nördlich der Alpen an und endete 1918 mit der größeren Festung Preußens - heute noch als Kölner Festungsring bekannt.

Dieser kam in seiner ursprünglichen Form dann zum Glück gar nicht erst "zum Einsatz". Im ersten Weltkrieg wurde Köln nicht angegriffen. Dann wurde Deutschland nach 1918 im Vertrag von Versailles zur Entfestigung (=Sprengung) der meisten Festungsbauten gezwungen.

Im zweiten Weltkrieg wurden die Restbauten zwar wieder militärisch genutzt, aber beim Luftkampf über Köln waren die klassischen Festungen nicht mehr das strategisch entscheidende Element. Erst nach dem Krieg waren die massiven, relativ unversehrten Bauten dann wieder als Notunterkünfte von Relevanz.


Flankierungsbatterie Hochkirchen


Am Tag der Forts 2019 nahm ich an einer Führung in dem Stadtbezirk Rodenkirchen, in dem ich auch wohne, teil. Es war eine Wanderung durch die "Rodenkirchener Vorfront". Diese umfasste viele Zwischenfeldbauten der großen Forts. Diese wurden zwar gesprengt, aber sind wegen der Langlebigkeit des zum Bau eingesetzten Betons noch auffindbar.


Donnerstag, 18. Oktober 2018

Game of Drones


Ich war am Wochenende im wunderschönen Rheingau im Urlaub und postete davon neue Bilder, die ich mit meiner neuen Drohne DJI Mavic 2 Pro gemacht habe. 
Passend dazu landeten heute zwei Nachrichten in meinem Postfach:


Nachricht 1:
Hi, habe gerade deinen Drohnenpost gelesen. wusste gar nicht, dass du da auch Ahnung von hast 😊. Also, ich suche ne Follow-me Drohne, die Surfer aufnehmen kann. d.h. langer Akku und Tracking per wasserdichtem Armband oder geht das auch mit face/Emotion Tracking?
Hast du da nen Tipp, den du kurz rausgeben kannst?  


Nachricht 2:
Hi! Ich hab gerade Dein Foto von DJI gesehen. Ich würde ja immer mal gerne unsere Schiffe unter Segeln fotografieren, habe aber keine Ahnung oder Erfahrung mit Drohnen...







Ich habe zwar eine Drohne, aber bin damit noch nicht wirklich ein Experte. Das sind die Typen aus dem Modellflugbereich, die sich selber aus China-Bausätzen mit Rotoren, Akkus, Funksystemen und Spezialkameras ihre Himmelslflitzer für ein Drohnenrennen mit First-Person-View Brille auf dem Kopf bauen.

Donnerstag, 4. Januar 2018

Wrap up(date) - Was sonst so war.

In der letzten Zeit ging die Posting-Frequenz etwas runter. Daher kommt jetzt einfach mal so in Kurzformen, was so in der letzten Zeit los was.




Leben


Kind 2.0


Die zweifellos größte Änderung kam letztes Jahr mit der Geburt meines zweiten Kindes. Das süße Baby macht unsere Familie noch kompletter und schöner. Es macht aber auch Arbeit (siehe Kind 1.0 ) und kostet uns wundervollen Schlaf, den ich so liebe. Statt also abends in die Tasten zu hauen, falle ich oft beim Zubettbringen der Kinder selber neben ihnen in ein Schlafkoma.

Ingress - die Kunst Umwege zu gehen


Mitte 2016 brachte mich ein Freund zum Handyspiel Ingress. Handyspiel ist aber ein wenig zu kurz gegriffen. Es ist ein LALBARMMOLARPG. Klingt wie der original gälische Name eines irischen Whiskeys, ist aber die Abkürzung für Location Based Augmented Reality Massively Multiplayer Online Live Adventure Role Play Game. Oder PokémonGo für Erwachsene. Das Spiel wird nicht nur am Handy gespielt, sondern man muss wie bei der Schnitzeljagd oder beim Geocaching raus in die Welt gehen und an bestimmten Orten den sogenannten Portalen interagieren. Dadurch kommen Stubenhocker vor die Tür und so mancher Einzelspieler kommt auf einmal in eine Gemeinschaft, da das Spiel im Team viel spannender ist als alleine.

Donnerstag, 30. Juli 2015

Produktmanagement Manifest


Produktmanagement Manifest

Ich bin ein Produktmanagement Profi.


Ich fühle mich berufen, dem großartige Produkte auf den Markt zu bringen. Produkte, die meine Kunden begeistern. Produkte, die hochprofitabel für mein Unternehmen sind. Produkte, die dazu beitragen, dass Menschen auf neue Art arbeiten und leben.
Im Rahmen der Produktpflege gibt es tausende von kleinen Entscheidungen die getroffen und Aufgaben die erledigt werden müssen. Deren Gesamtheit kann sich zu phänomenalen Produkten 
addieren. Ich habe mich entschieden, die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass das auch erfolgt.

Ich bin ein Experte in allen Belangen meines Produktes: Kunden, Markt, Technologie, Wettbewerb, Vertriebskanäle, Presse, Analysten, Trends und alles andere muss Berücksichtigung finden, damit wir Erfolg haben.

Ich habe eine klare Vision für meine Produkte und entwickle erfolgreiche Strategien, die sich in Übereinstimmung mit den Zielen meines Unternehmens befinden und sicherstellen, dass sich unsere Investitionen in Zeit, Geld und Energie auszahlen.

Sonntag, 15. März 2015

Warumduschtatistik März 2015

Mein Blog Warumduscher ist nun knapp über 3 Jahre alt. Zeit für eine kleine Bilanz.
Getreu dem Motto "Miss es oder vergiss es", hangele ich mich an der Statistik entlang.

Ursprünglich richtete ich das Blog ein, weil ich immer wieder Fragen zu den Themen IP-Kameras und Fotozubehör bekam. Natürlich stellte ich mir auch die Frage, ob ich denn über die Zeit hinweg genug Content finden würde, mit dem das Blog lebendig halten könnte. Meine Zweifel waren unbegründet. Ich bin jetzt zwar kein A-Blogger, der täglich 2-3 virale Posts absetzt, aber dennoch habe ich doch deutlich mehr schafft als ich mir zunächst zugetraut hatte.

Das stets etwas steigende Interesse an den Posts motiviert mich, diesen Weg weiter zu gehen.

Gepostete Beiträge: 83
Postingfrequenz: 3,5 Posts pro Monat


Top 10 der Beiträge


1. Clever Küchen kaufen
Kein Wunder, dass Kochshows so beliebt sind. Der Beitrag über Sparen beim Küchenkauf ist der nachgefragteste Post in meinem Blog.
Hier dürften sich die Abrufzahlen bald senken. Nach über 1000 Teilnehmern hat die DKB nämlich endlich mobile TAN-Verfahren eingeführt (mein Test dazu).

3. Kaufbericht, Test und Zubehör zur Panasonic Lumix FZ150
Obgleich diese Kamera mit FZ200 und FZ1000 schon 2 Nachfolger hat, suchen offenbar immer noch genug Leute nach diesem Modell. Kein Wunder - Panasonic hat dort ein wirklich tolles Produkt gebaut - wie die jüngsten Bilder aus Norwegen mal wieder zeigen.

Freitag, 6. März 2015

Norwegen mit Wohnmobil und Baby - 6/6 - Nachlese

Inhalt:

Einleitung
Tage 1-5
Tage 6-10
Tage 11-15
Tage 16-20
Nachlese



In diesem Teil werden noch ein paar Sachen nachgetragen, die nicht mit konkreten Reisestationen zu tun hatten und es gibt unser Fazit dieser schönen Reise.


Fotografie

Praktisch: DSRL-Regenüberzug

Die Bilder sind überwiegend mit einer Panasonic Lumix FZ150 entstanden. Hier mein der Kaufbericht dazu.










Für die Bilder in Norwegen habe 2 Zubehörteile gekauft:

1. 

Mit Verlaufsfiltern kann man zu hellen Himmel abdunkeln und so dann die Unterbelichtung der Landschaft verhindern. Theoretisch. Diese Filter hier sind aber mit 35 Euro eher günstiges Spielzeug gewesen. Ihre optische und mechanische Qualität ist .... naja ... gut zum Einstieg in das Thema.


Norwegen mit Wohnmobil und Baby - 5/6 - Tage 16-20



Inhalt:

Einleitung
Tage 1-5
Tage 6-10
Tage 11-15
Tage 16-20
Nachlese






Tag 16: Trondheim 4 von 4 - Ringebu, E6 und Landschaftsroute Rondane



Aufbruch aus Trondheim nach 3 tollen Tagen. Wir lassen unsere Deutschen Mitbringsel bei unseren Freunden, die neben Whiskey auch Zahnpasta bestellt haben. Noch kurz die Fährdaten online gecheckt. Abfahrt Oslo-Kiel um 14 Uhr, Preis ca. 450 EUR, Ankunft in Kiel um 10 Uhr am nächsten Tag. Etwas ärgerlich, dass wir mit unserem WoMo 2 cm über der nächsten Höhenstufe liegen, was gleich einen Preisunterscheid von 130 EUR ausmacht. Und irgendwie scheint in dem Preis nur die Kabine, nicht aber das Essen inklusive zu sein, zumindest gibt es entsprechende Zubuchungsmöglichkeiten für Menüs oder Frühstücksbüffet. Oder ist das nur das bessere Essen?

Kann man ernsthaft für den Preis keine Verpflegung anbieten und an sein Fahrzeug kommt man in den 20 Std. vermutlich auch nicht... Eigentlich schwer vorstellbar, aber bei den norwegischen Preisen würde uns nichts mehr wundern.

Für alle Fälle - ein norwegiches Spezialitätenpaket:
Bananenpaste, Rentierwurst, Polarbrot, Nugatti, etc.


Alternativ prüfen wir auch nochmal die Fähre Larvik - Hirtshals. Statt 20 Stunden fährt sie nur 3:45h und kostet auch nur 150 EUR. Dafür müssten wir von Oslo noch 130 km bis zur Hafenstadt Larvik fahren und hätten dann statt 500 km von Kiel aus nach Hause noch gut 1.000 km vor uns. An einem Tag sicher nicht zu schaffen. Abfahrt ist allerdings schon um 8 Uhr (- 2 Std vorher einchecken). Ankunft in Dänemark um 11.45 Uhr. Dann hätten wir gut 1,5 Tage für den Nachhauseweg, das müsste passen. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen, wir sehen erstmal, wie vor voran kommen und wieviel Zeit wir in Oslo noch haben bzw. uns nehmen wollen. So habt Ihr aber einen Einblick in unsere Planungsentscheidungen. Auch unterwegs ist man damit lange nicht fertig.


Wenn jedes Grundstück mehrere km Privatweg hat, gibt es Sammelbriefkästen - überdacht


Norwegen mit Wohnmobil und Baby - 4/6 - Tage 11-15


Inhalt:

Einleitung
Tage 1-5
Tage 6-10
Tage 11-15
Tage 16-20
Nachlese





Tag 11: Ronde - Steinloysa, Route: Aursjøvegen



Heute haben wir lange geschlafen. Der Campingplatz war trotz oder wegen der vielen Dauercamper super ruhig. Ausgiebiges Duschen, Frühstücken und Wassertausch lassen uns erst um 11:45 starten. Statt der geplanten Direktfahrt nach Molde und zum Atlantik ging es noch einmal in die Berge. Diesmal via Aursjøvegen, einer weniger bekannten Fjell-Route, aber eine dennoch wunderschöne. Erst geht es durch grüne Täler.


Ein Tunnel wird gerade gesäubert. So haben wir extra nur für uns ein Leitfahrzeug, das uns die 6km Voraus fährt, damit wir als Kolonne - aus 2 Autos - an den beiden Putzfahrzeugen vorbei kommen. Dann geht es bei Finnstedt eine Mautstrecke für 100 NOK hoch. Schließlich geht es über vier 180-Grad-Kehren und durch einen unbeleuchteten, einspurigen Tunnel. Schaffen wir diese Route mit dem Wohnmobil wirklich?


Diese bislang waghalsigste aller Strecken schraubt sich immerhin 1000m ins Fjell hoch. Dabei ist die Straße hier und für die nächsten 74 km unasphaltiert. Zwar fester Untergrund, aber sehr uneben.  Mit viel Schotter unter einem Fahrzeug von über 3t Gewicht und heftigen Seitenwinden in Verbindung mit der Windschnittigkeit einer Einbauschrankwand wird es uns bei teilweise begrenzungslosen Passstraßen doch etwas mulmig.

Ein kleiner Schritt für einen Menschen. Und auch ein kleiner für die Menschheit. Aber ein schöner.


Norwegen mit Wohnmobil und Baby - 3/6 - Tage 6-10


Inhalt:

Einleitung
Tage 1-5
Tage 6-10
Tage 11-15
Tage 16-20
Nachlese






Tag 6: Odda - Bergen


Es ist kein Geheimnis, dass Hardanger wie eine große Postkarte mit Panoramablick erscheint. Egal, wohin man sich dreht, blickt man auf einen tosenden Wasserfall oder (je nach Saison blühende) Obstbäume. Nicht zuletzt gibt es hier atemberaubende Straßen inmitten fesselnder Natur und eine große Vielfalt der Eindrücke. Die Straßen in Hardanger haben ihre eigene Geschwindigkeit. Es gilt, sich dem natürlichen Tempo anzupassen. Und das ist wie meist in Norwegen - richtig langsam. Rechnet eher mit 40-50 km/h als mit dem Tempolimit der Landstraßen. Hier befindet sich die Straße auf einem Felsvorsprung an steilen Talhängen oder verläuft buchstäblich durch Apfelplantagen. Vielleicht ist es gerade diese Nähe, die das Besondere der Strecke ausmacht. 



Blick auf den Hardanger-Fjord





Norwegen mit Wohnmobil und Baby - 2/6 - Tage 1-5


Inhalt:

Einleitung
Tage 1-5
Tage 6-10
Tage 11-15
Tage 16-20
Nachlese






Tag 1: Köln bis Hamburg



Schöner Himmelsgruß bei Bremen
Am Morgen des 23.08.2014 holten wir das Wohnmobil von McRent in Kerpen ab. Wir hatten uns für einen Dethleffs Globebus T4 entschieden. Dieses Modell hatte den Vorteil, dass es im Heck ein großes Doppelbett mit einem verkürzten Mittelteil hatte. Da konnte das Baby gut zwischen uns schlafen. Die Übergabe und Einweisung dauerte ca. 1 Stunde. Dann ging es zurück nach Köln. Das Packen dauerte viel länger als geplant. Erst nach 5 Stunden kamen wir los. Unser Ziel war eigentlich ein Campingplatz bei Flensburg. Mit dem starken 130 PS Diesel-Motor kamen wir auf der Autobahn gut voran. Aber kurz vor Hamburg hatte das Baby dann doch irgendwann keine Lust mehr. Also fuhren wir den Campingplatz Wildpark - Schwarze Berge in der Nähe von Hamburg an. Hier lernten wir das erste Mal das Campingleben kennen. Niemand an der Rezeption einfach hinstellen und am nächsten Morgen bezahlen. Nett, dieses gegenseitige Vertrauen.


Norwegen mit Wohnmobil und Baby - 1/6 - Einleitung

Dies ist unser Reisebericht von unserer Reise durch Süd- und Mittelnorwegen im September 2014:
3 Personen fahren in 3 Wochen über 4.000 Kilometer nach und durch Norwegen. War superschön.
So stünde es auf Twitter. Aber hier haben wir ja etwas mehr als 140 Zeichen zur Verfügung.

Inhalt

Einleitung
Tage 1-5
Tage 6-10
Tage 11-15
Tage 16-20
Nachlese



Dieser Reisebericht wurde von der Frau des Warumduschers und ihm selber gemeinsam verfasst. Der größte Teil abends im Wohnmobil auf dem iPad - der Rest daheim aus dem Gedächtnis. Das erklärt auch, warum sich immer wieder Erzähler und Erzählperspektive ändern. Anstatt alles glattzubügeln, fanden wir es schöner, wenn der jeweils persönliche Erzählstil zum Ausdruck kommt.





Diese Reise war für uns eine Mehrfachpremiere:
  • Erste Reise nach Norwegen
  • Erste Reise mit dem Wohnmobil
  • Erste große Urlaubsreise mit dem damals 9 Monate alten Baby


Zur Einstimmung ist hier das Video unserer Reise:





Reisevorbereitung

Der Plan zur Reise entstand durch die Einladung einer Freundin, die mit ihrer Familie nach Trondheim in Norwegen ausgewandert war. In Verbindung mit sehr inspirierenden Reiseberichten wie z.B. dem von Thomas Kussmaul reifte der Entschluss, dass wir nicht einfach hinfliegen, sondern lieber eine längere Reise durch das Land unternehmen wollten. Hier passte der Anfang der Elternzeit des Warumduschers gut mit dem Alter des Babys von ca. 8,5 Monaten gut zusammen.


Die Route wurde im Voraus grob per Google Maps geplant. Eine Feinplanung haben wir nicht vorgenommen, da wir nämlich keine Ahnung hatten, wieviele Kilometer unser Baby durchhalten würde.


Praktische Babyschale Matrix Light 2
Zusätzlich besorgen wir uns den Reiseführer Norwegen Süd/Mitte aus der Velbinger Reihe. Dieser etwas andere Reiseführer enthielt vom normalen Reiseführer abweichende Beschreibungen, die uns etwas näher an das Land herangebracht haben.


Damit wir das Baby über längere Abschnitte sicher und hüftschonend transportieren konnten, haben wir uns eine besondere Babyschale besorgt. Die Babyschale Matrix Light 2 von Jané hat den großen Vorteil, dass das Kind dank einer Klappmechanik darin sowohl rückwärts sitzend wie auch quer liegend transportiert werden kann. Für eine normale Babyschale werden ja alle 2 Stunden Pausen von mindestens 30 Minuten empfohlen. Dank der Liegeposition konnte der Kleine deutlich längere Abschnitte fahren - und vor allem laaaange schlafen.


Liegend

Sitzend


Und natürlich wurden vor allem für das Baby Lebensmittel eingekauft - für den Fall, dass wir in den Tiefen der norwegischen Hochebenen nichts finden:



Erkenntnis vorweggenommen: Es hätte überall genug Supermärkte mit Babynahrung gegeben.

Quelle: norw.Touristeninformation

Route

Das waren unsere Reiseabschnitte:


Tag 1: Köln bis Hamburg
Tag 2: Hamburg bis Kristiansand
Tag 3: Kristiansand - Egesund
Tag 4: Egesund - Tau (Alsvik), Landschaftsroute Jæren
Tag 5: Tau - Odda, Route: Ryflyke
Tag 6: Odda - Bergen
Tag 7: Bergen - Flam - Route Aurlandsfjell
Tag 8: Flam - Nigardsbreen
Tag 9: Nigardsbreen - Grotli, Route Sognefjellet
Tag 10: Grotli - Ronde, Routen: Gamle Strynefjellsvegen , Geiranger, Trollstiegen
Tag 11: Ronde - Steinloysa, Route: Aursjøvegen
Tag 12: Steinloysa - Kristiansund - Orkanger, Route Atlantikstraße
Tag 13: Orkanger - Trondheim 1 von 4
Tag 14: Trondheim 2 von 4
Tag 15: Trondheim 3 von 4
Tag 16: Trondheim 4 von 4 - Ringebu, E6 und Landschaftsroute Rondane
Tag 17: Ringebu - Oslo 1 von 3
Tag 18: Olso 2 von 3
Tag 19: Olso 3 von 3 - Kiel
Tag 20: Kiel - Köln


Wir haben uns zu einem großen Teil an den norwegischen Landschaftsrouten orientiert. Das sind landschaftlich besonders schöne Strecken durch ein ohnehin schon wunderschönes Land.



Karte von http://www.nasjonaleturistveger.no/de


Die Gesamtroute ist hier bei Google Maps hinterlegt. 

Hier geht es weiter mit
Norwegen mit Wohnmobil und Baby - 2/6 - Tage 1-5