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Sonntag, 13. September 2026

Da gehst Du jahrelang vorbei. Und dann steckt ein Bunker drin.


Zum Tag des offenen Denkmals: CRIFA in der Elsaßstraße und Eisenbahngeschichte zum Vormerken.


Bunkerforschung in der Kölner Bodestraße


Man kennt sein Veedel. Weiß, wo es guten Kaffee gibt, welche Ampel grundsätzlich zu lange rot bleibt und wo seit gefühlt drei Stadtverwaltungen dieselbe Baustelle steht. Und dann erfährt man, dass sich hinter einer unscheinbaren Häuserfront ein fünfgeschossiger Hochbunker verbirgt.

Köln schafft es zuverlässig, meine Neugier beschäftigt zu halten.

Heute, am 13. September 2026, ist Tag des offenen Denkmals. Das Motto lautet „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Dazu passen zwei Themen, bei denen ich gerne genauer hinschaue: historische Schutzbauten und die Verbindungen, die unsere Region zusammengebracht haben.

Dienstag, 18. August 2026

Meer Föderalismus wagen: Bundesregierung plant Küste für jedes Bundesland




Zwei neue Meeresarme sollen den Inlandsurlaub klimafreundlicher machen – und Deutschland um eine dringend benötigte Salzwasserkompetenz ergänzen.

Berlin – Die Bundesregierung plant offenbar die größte Neuordnung Deutschlands seit 1949. Unter dem Titel „Meer Föderalismus wagen“ sollen Nord- und Ostsee so weit ins Landesinnere geführt werden, dass künftig jedes der 16 Bundesländer über einen eigenen Strand verfügt.

Begründet wird das Vorhaben mit dem Trend zum Inlandsurlaub. 2024 wurden laut Tagesschau 277 Millionen Reisen gezählt, davon 163 Millionen innerhalb Deutschlands. Weil 58 Prozent weiterhin mit dem Auto stattfanden, will der Bund nicht mehr die Menschen zum Meer, sondern das Meer zu den Menschen bringen. Das spare CO₂, entlaste Autobahnen und garantiere jedem Land seinen „Platz an der Sonne“.

Sonntag, 16. August 2026

Futur K III: Köln bekommt eine eigene Zeitform für Projekte, die irgendwann fertig gewesen sein werden

Panoramablick über die Kölner Innenstadt bei Sonnenuntergang mit Kölner Dom und Oper. Darüber steht: „Futur K III – Die neue Kölner Zeitform“. KI-Hinweis: Dieses Bild wurde mit generativer KI erstellt. Als visuelle Referenz diente eigenes Köln-Fotomaterial von Attila Radnai.

Köln – Sprachwissenschaftler der Universität zu Köln haben eine neue deutsche Zeitform vorgestellt. Das sogenannte Futur K III soll immer dann verwendet werden, wenn über Ereignisse gesprochen wird, die in einer unbestimmten Zukunft bereits irgendwann einmal hätten abgeschlossen worden sein können.

Hauptanwendungsgebiet ist zunächst die Kölner Nord-Süd-Stadtbahn.

„Mit den bisherigen grammatikalischen Mitteln sind wir schlicht an Grenzen gestoßen“, erklärt die Linguistin Prof. Dr. Barbara Schock-Wörter vom Institut für angewandte Zukunftsforschung. „Sätze wie ‚Die Nord-Süd-Bahn wird fertig sein‘ suggerieren eine Gewissheit, die wissenschaftlich nicht mehr vertretbar ist.“

Auch das klassische Futur II habe sich als unzureichend erwiesen. Die Formulierung

„Die Bahn wird fertiggestellt worden sein.“

setze schließlich voraus, dass es irgendwann einen Zeitpunkt gebe, von dem aus man auf die Fertigstellung zurückblicken könne.

„Diese Annahme war uns methodisch zu gewagt“, so Schock-Wörter.

Das neue Futur K III funktioniert deshalb anders.

Ein typischer Satz lautet:

„Die Nord-Süd-Bahn wird möglicherweise fertiggestellt gewesen sein werden.“

Für besonders komplexe Kölner Infrastrukturprojekte steht zusätzlich eine erweiterte Form zur Verfügung:

„Die Nord-Süd-Bahn hätte fertiggestellt gewesen sein werden können, sofern zwischenzeitlich keine weiteren archäologischen Funde, Grundwasserprobleme, Planänderungen oder Kalenderjahre auftreten.“

Gleise der Kölner Nord-Süd-Stadtbahn hinter einem Absperrgitter an der Haltestelle Schönhauser Straße mit Tunneleinfahrt im Hintergrund.


Dienstag, 15. Juli 2025

Du bist, was Du isst. Und was Du trainierst.

Bio-KI 

Neulich auf dem Wochenmarkt in Wesseling. Zwischen Käsewürfeln und Kirschtomaten bleibe ich an einem Stand stehen, der aussieht wie ein Regenbogen aus Obst und Gemüse. Dahinter Gerd Hass, drahtig, wettergegerbt, Augen, die jede Paprika persönlich zu kennen scheinen. Neben ihm Carmen Odenthal, die so souverän die Kasse bedient, als handle sie nicht mit Zucchini, sondern mit Edelsteinen.


Ich habe eine Melone getragen

.

Gerd erzählt mir, dass er jede Woche rund 800 Kilometer durchs Rheinland kurvt – Neuss, Kaarst, Düsseldorf, Jülich. Alles für ein Ziel: die beste Ware nach Erftstadt, Wesseling oder Köln zu bringen.

„Die Melone da vorne“, sagt er, „kommt übrigens von deutschen Bauern, die nach Valencia ausgewandert sind. Schmeckt besser als alles aus’m Supermarkt.“

Ich beiße rein. Ergebnis: Explosion. Sonne, Süße, Saft. So schmeckt Leben.

Zwischen Melonen und Maschinen: Qualität entscheidet

Ich stehe also mit Melonensaft am Kinn und denke:

Donnerstag, 10. Juli 2025

Politik ist das Managen von Ambivalenz. Und Köln ist Weltmeister darin.


Politik bedeutet oft, sich in Räume vorzuwagen, in denen die Zielkonflikte so groß sind, dass eigentlich gar nichts mehr geht.

Aber dann kommt Köln um die Ecke und sagt: „Mach dir nix draus, mir kriege dat schon hin.“

Nirgendwo zeigt sich das besser als am größten Wirtschaftsfaktor dieser Stadt: dem Kölner Dom.

Alles eine Frage der Perspektive und des Strahlengangs


Der Kölner Dom – Wirtschaftswunder mit Fragezeichen

  • bis zu 8 Millionen Besucher jährlich (vor Corona)

  • jährlich über 120–150 Mio. € Wirtschaftswert (Tourismus, Gastronomie, Handel, Spenden)

Samstag, 5. Juli 2025

Leben im Geben 3: Yvonne Contier – Eine Frau, die leuchtet

Neulich saß ich in einer Bankreihe in der Markuskirche in Köln-Porz, während das Sonnenlicht in bunten Streifen durch die Fenster fiel.

Vorne, im Talar, stand Yvonne. Sie hielt ihre Predigt als Prädikantin in Ausbildung. Mit ruhiger Stimme sprach sie vom Regenbogen – nicht nur als biblisches Zeichen, sondern auch als Symbol für Vielfalt, für das Bunte, das Köln so besonders macht.

Fotos: Attila "Warumduscher" Radnai

Und ich dachte: Woher nimmt ein Mensch diese Kraft?

Yvonne Contier kenne ich schon seit vielen Jahren. Wir waren mal Kollegen – und aus der Kollegschaft wurde Freundschaft. Dann kam das Leben dazwischen: 

Dienstag, 20. Mai 2025

Leben im Geben 2: Andreas Altena - Geschichte, Verantwortung und Gemeinschaft

 
Laudatio zum 50. Geburtstag von

Andreas Altena


Ein Leben für Geschichte, Verantwortung und Gemeinschaft

2. Teil meiner Poträt-Reihe: Leben im Geben


Einleitung

Mit großer Bewunderung blicken wir auf das Lebenswerk von Andreas Altena – einen Mann, der sein Berufsleben wie auch seine Freizeit ganz in den Dienst der Gemeinschaft und der Geschichtsbewahrung gestellt hat. Als gebürtiger Stolberger, der heute in Köln lebt, verbindet Andreas Altena Heimatverbundenheit mit weltoffener Neugier. In seiner fachlichen Karriere bei den deutschen Berufsgenossenschaften und in seinem ehrenamtlichen Engagement in der Geschichtsvermittlung hat er nachhaltige Spuren hinterlassen. Dieser feierliche Blogpost würdigt sein Wirken und zeichnet den Weg eines Menschen nach, der mit Leidenschaft, Fachwissen und Bescheidenheit die Vergangenheit für die Zukunft erhält.

Dienstag, 30. November 2021

E-Auto im Test: Polestar 2

Der Polestar 2 ist ein vollelektrisches Auto aus dem Volvo-Konzern. Ich durfte ihn letztens in Köln auf eine Probefahrt mitnehmen. Warum er nicht mein nächstes Auto wurde, aber vielleicht das übernächste, erfahrt Ihr in meinem Testbericht.


 Hier das vollständige Video:



Die technischen Daten und Ausstattungsvarianten könnt Ihr Euch alle auf der Polestar-Homepage anschauen. Ich fasse für mich zusammen: Für schnelle Fahrten von A nach B reicht die Motorisierung locker aus. Ich hatte das Single-Drive Modell ohne Allrad und auch das kann einen gut in die Sitze pressen, wenn man sich auf dem Beschleunigungsstreifen der Autobahn-Auffahrt von vorsichtigen 40 Kurven-km/h per Kickdown innerhalb weniger Sekunden vor einen Brummi setzen will.

Dienstag, 9. Juni 2020

Tag der Forts 2020 - Einfälle statt Ausfälle

„


Am 7.6.2020 fand der 17. Tag der Forts statt. 

„Waaaas wollt Ihr machen?“ war meine erste Reaktion, als ich erstmal im April 2020 hörte, dass Anfang Juni Live-Führungen hinter meterdicken Festungswänden gestreamt werden sollten. Es sollten dazu noch Drohnenaufnahmen von Anlagen gemacht werden, die  unter Denkmalschutz stehen und teilweise in Flugverbotszonen liegen. 

Für sowas stellen SWR oder WDR millionenteure Ü-Wagen-Technik ab und wenden zig Personenjahre für die Produktionsplanung inkl. Genehmigungsmanagement auf. 

Diese Idee war verrückt, vermessen und chancenlos. 
Ich war sofort Feuer und Flamme.





Donnerstag, 19. Dezember 2019

Wasserburgen-Route 2.0 - 2/2

Dies ist der zweite Teil des Posts zur Wasserburgen-Route. Im ersten Teil wurde über die Planung berichtet und es wurden Videos gezeigt. Hier findet sich nun die Übersicht der einzelnen Stationen.

Burg Gudenau

Die Wasserburg Gudenau ist im frühen 13. Jahrhundert entstanden und erhielt im 17./18. Jahrhundert ihr heutiges Erscheinungsbild. Um 1560 wurde die Hauptburg mit großem Park ausgebaut. Hier werden übrigens auch Wohnungen in der Vorburg vermietet. Wer also gerne herrschaftlicher residiert, kann da gerne mal anfragen. Toll ist auch der Park.


Wasserburgen-Route 2.0 - 1/2

Gibt es eine Schnitzeljagd, die einen entlang von 24 Burgen im Rheinland führt? Seit Herbst 2019 lautet die Antwort: na klar! Dieser Blogpost beschreibt das Projekt und dokumentiert es in Videos. Teil 2 enthält dann Bilder und Beschreibungen zu jeder Station.



Montag, 16. Dezember 2019

Versteckte Festungen im Kölner Süden

Köln ist eine Festungsstadt. Einige Teile sind für alle offensichtlich. Andere müssen aktiv erkundet werden. Dies ist ein kleiner Bericht über die versteckten Teile im Süden Kölns.

Köln als Festungsstadt: Römer -  Mittelalter - Preußen


Städte sind ja in früheren Zeiten oft klar durch ihre befestigten Stadtmauern zum Umland abgegrenzt gewesen. Die Stadt Köln mit ihrer über 2000jährigen Geschichte hat davon auch einige. Es begann mit dem römischen Castel Divita, wuchs über ein Jahrtausend zur mächtigsten Stadtmauer nördlich der Alpen an und endete 1918 mit der größeren Festung Preußens - heute noch als Kölner Festungsring bekannt.

Dieser kam in seiner ursprünglichen Form dann zum Glück gar nicht erst "zum Einsatz". Im ersten Weltkrieg wurde Köln nicht angegriffen. Dann wurde Deutschland nach 1918 im Vertrag von Versailles zur Entfestigung (=Sprengung) der meisten Festungsbauten gezwungen.

Im zweiten Weltkrieg wurden die Restbauten zwar wieder militärisch genutzt, aber beim Luftkampf über Köln waren die klassischen Festungen nicht mehr das strategisch entscheidende Element. Erst nach dem Krieg waren die massiven, relativ unversehrten Bauten dann wieder als Notunterkünfte von Relevanz.


Flankierungsbatterie Hochkirchen


Am Tag der Forts 2019 nahm ich an einer Führung in dem Stadtbezirk Rodenkirchen, in dem ich auch wohne, teil. Es war eine Wanderung durch die "Rodenkirchener Vorfront". Diese umfasste viele Zwischenfeldbauten der großen Forts. Diese wurden zwar gesprengt, aber sind wegen der Langlebigkeit des zum Bau eingesetzten Betons noch auffindbar.


Dienstag, 10. Dezember 2019

Weitblick auf Köln

Im Sommer hatte ich die Gelegenheit, einen schönen Fotospot zwischen Lohmar und Rösrath aufzusuchen. Er eröffnet einem einen tollen Blick auf Köln. Für gute Fotos ist jedoch ein Teleobjektiv empfehlenswert.

Hier gleich mein Lieblingsbild aus der Serie:


Es ist toll, wie die Perspektive den Blick auf die Stadt komprimiert und die Landmarken hervorhebt. Dazu sieht man gut im Hintergrund, woher der Strom für diese 24/7-Stadt kommt: Aus dem rheinischen Braunkohlerevier, der immer weiter ausgebauten Windkraft und der farbbestimmenden Solarenergie.


Donnerstag, 28. Juni 2018

Schaurig-schönes E-Knöllchen der NRW-Polizei

Schaut mal. Eine schlechte Kopie von Edward Munchs berühmten Gemälde "Der Schrei" :
Ach nee...so sehen die E-Knöllchen aus, die die Polizei von NRW per E-Postbrief (mein Test aus 2013) verschicken lässt. Ich finde es ja klasse, wenn die Verwaltung moderne Medien nutzt. Aber es sollte dann schon zeitgemäß sein.

Montag, 11. Juni 2018

Warumduscher stellt Warumfoto vor

Der letzte Post verkündete das Ende dieses Blogs. Blogger sind jedoch wie Rockstars. Die Frage nach dem Comeback lautet nicht ob sondern wann. Hier wird es sicher auch irgendwann bald wieder journalistische Beiträge geben.

Vorher entsteht jedoch unter www.warumfoto.de meine Fotografen-Seite. Ich habe mich nämlich entschlossen, bei diesem wunderschönen Hobby den nächsten Schritt zu tun. So habe ich die Nebentätigkeit beim Arbeitgeber und das Gewerbe bei den relevanten Behörden angemeldet.

Erste Referenzprojekte habe ich auch schon im Kasten und deren Ergebnisse im Netz:



Also ist der nächste Schritt die Homepage. Ich hätte es hier unter Warumduscher laufen lassen können, aber würde dann zu sehr vermischen. Das hier soll meine Freidenker-Ecke im Netz bleiben. Die Präsentation als Fotograf mit Portfolio und Shooting-Paketen ist eine andere Sache.

Montag, 6. Juli 2015

Digitale Passbilder bei der Internetstadt Köln Version 0.9 - tolle Idee, jecke Umsetzung

Die Stadt Köln bietet seit dem 2.5.2014 an, die für den Ausweis notwendigen Passbilder rein digital an das Amt zu übermitteln. Das ist in der Theorie eine großartige Idee.

So sähe mein Ideal aus:
Während ich in der Wartehalle sitze und weiß, dass ich wegen der 5 Leute mit Wartemarken vor mir noch ca. 1h brauche, um zu dem Sachbearbeiter zu kommen, der wirklich arbeitet und nicht mit den Kollegen einen Plausch hält, kann ich die Zeit nutzen, um das notwendige Bild für einen Pass selber zu produzieren:

1. App downloaden (0 €)
2. Selfie mit Biometrie-Schablone machen
3. Vom Sachbearbeiter Transaktionscode bekommen
4. Per App das Bild übermitteln. Fertig.




Möglich wären also:

  • Toller Bürgerservice
  • Sehr kostengünstiges Verfahren für das Amt (Scannen fällt weg) und den Bürger (Papierfoto fällt weg)
  • Kein Qualitätsverlust durch erneutes Scannen
  • Wiederverwendbarkeit der Bilder für mehrere Ausweise


OK. Die so innovativ ist die Internetstadt Köln dann doch wieder nicht.


Mittwoch, 25. März 2015

Breitband-Internet per Glasfaser für den Kölner Süden

NetCologne baut auch im Kölner Süden Glasfaser-Internet (bzw. Breitband-Internet) aus
Am 24.03.2015 fand dazu im katholischen Gemeindezentrum St. Remigius in Köln-Sürth eine Informationsveranstaltung der NetCologne über ihre erweiterten Privatkundenangebote in Köln statt.

Für alle, die es verpasst haben oder genauer wissen wollen, kommt hier das komplette Infopaket - ergänzt um Zusatzinfos eines Breitband-Insiders.

Dies ist die Karte des südlichen Ausbaugebiets (auch interaktiv in Google Maps einsehbar):

Bildherkunft: Screenshot von Google Maps

Die blauen Gebiete wie Hahnwald oder Michaelshoven sind schon erschlossen. Der rot markierte Bereich kommt Ende 2015 dazu. Erste Teile gehen aber schon im Sommer 2015 in die Vermarktung. Daher fing man schon jetzt mit der Information an.