Donnerstag, 19. Dezember 2019

Wasserburgen-Route 2.0 - 2/2

Dies ist der zweite Teil des Posts zur Wasserburgen-Route. Im ersten Teil wurde über die Planung berichtet und es wurden Videos gezeigt. Hier findet sich nun die Übersicht der einzelnen Stationen.

Burg Gudenau

Die Wasserburg Gudenau ist im frühen 13. Jahrhundert entstanden und erhielt im 17./18. Jahrhundert ihr heutiges Erscheinungsbild. Um 1560 wurde die Hauptburg mit großem Park ausgebaut. Hier werden übrigens auch Wohnungen in der Vorburg vermietet. Wer also gerne herrschaftlicher residiert, kann da gerne mal anfragen. Toll ist auch der Park.





Burg Lüftelberg

Die Wasserburg Lüftelberg, beziehungsweise das Geschlecht, das sich nach der Burg nannte, wurde erstmals 1260 in einer Urkunde aus der Kanzlei des Grafen Wilhelm IV. (Jülich) erwähnt. Die Burg ist nicht frei zugänglich. Man muss ein wenig abseits des Haupttores gehen, um den Wasserburgencharakter wirklich zu erkennen. Oder halt in die Lüft Luft.




Mein erster Besuch bei Nacht hatte kein tolles Bildmaterial ergeben


Burg Heimerzheim

Gegründet wurde die Wasserburg Heimerzheim Mitte des 13. Jahrhunderts von den Herren von Heimerzheim. Das ritterliche Geschlecht hatte sie bis in das Jahr 1324 in seinem Besitz. Die Burg wird auch als Hochzeitslocation und Hotel genutzt und ist somit zumindest im Bereich der Vorburg zugänglich.





Schloss Miel


Schloss Miel wurde 1772 auf Geheiss des kurkölnischen Staatsministers Caspar Anton von Belderbusch errichtet. Seit der Ausstellung Riss im Himmel im Jahr 2000 kann das Innere besichtigt werden. Heute sind hier ein Golfclub mit toller Parkanlage und ein gehobenes Restaurant angesiedelt.




Burg Flamersheim


Die Burg Flamersheim wurde erstmals 1358 urkundlich erwähnt. Im 17. und 18. erfolgte der Umbau von wehrhafter Anlage mit Vor- und Hauptburg zum Barockschloss. Besonders schön ist der Blick von der Seite aus, an der sich auch das Restaurant Landlust befindet. Hier spiegelt sich das Wasser im großzügig angelegten Schlossteich.




Burg Satzvey

Burg Satzvey stammt aus dem 12. Jahrhundert und gilt als die besterhaltene Wasserburg des Rheinlands. Heute ist sie für die seit 1981 stattfindenden Ritterspiele und andere herausragende Veranstaltungen überregional bekannt. Wenn jemand Mittelalterleben erleben möchte, dann ist das DER Ort dafür. Wir sind fast jedes Jahr mit der Familie da und sind aufs neue begeistert, was sich die Macher der Ritterspiele haben einfallen lassen.







Landesburg Zülpich

Die Zülpicher Landesburg wurde im 14. Jhd. errichtet. Ihr Vorgänger musste nach der Niederlage Kölns in der Schlacht von Worringen im Jahr 1288 an den Jülicher Grafen Gerhard V. verpfändet werden. Der Schlosspark wurde zum Skulpturenpark umgewandelt und sieht vor allem sehr beeindruckend aus, wenn besondere Lichtinstallationen Magie an diesen Ort bringen.





Burg Hengebach

Die Höhenburg Hengebach ist eine auf einem frei aus dem Rurtal aufsteigenden 216 m ü. NN hohen Bergrücken errichtete ovale Ringburganlage des 12. Jhd. Seit 2009 ist sie Heimat der Kunstakademie.



Burg Nideggen

Die rechteckige Höhenburg Nideggen war Sitz der mächtigen Grafen und Herzöge von Jülich und besaß im Mittelalter den Ruf, uneinnehmbar zu sein. Ihr Grundstein wurde im Jahr 1177 gelegt. Wer den Weg zur Burg aufsteigt und dann sieht, wie sie durch den Berg natürlich geschützt wird, versteht gut, warum sie nie im Kampf eingenommen wurde. Auch hier laden immer wieder Mittelalterfeste und Kulturveranstaltungen ein, die alte Zeit eindrücklich erleben zu können.










Schloss Burgau

Schloss Burgau ist ein Wasserschloss aus dem 13. Jahrhundert. Stark im 2. Weltkrieg beschädigt begann der Wiederaufbau erst im Jahr 1975. Heute ist sie Event-Location und beliebtes Ausflugsziel.



Schloss Merode

Schloss Merode gilt als eines der schönsten Wasserschlösser des Rheinlands im Renaissance-Stil. Es befindet sich nachweislich seit 1174 bis heute im Besitz der Fürsten von Merode. Besonders bekannt ist auch der schöne Weihnachtsmarkt, der hier jedes Jahr abgehalten wird.






Auf der anderen Seite der A4 warten ganz andere Türme

Burg Stolberg

Burg Stolberg wurde am 12. Jhd. von den Herren von Stalburg erbaut. Über die Jahre zur Ruine verkommen, ließ der Stolberger Fabrikant Kraus die Burg 1888 im historistischen Stil wieder aufbauen. Zentral im hügeligen Stolberg sitzend ist es heute nicht mehr als Wasserburg zu erkennen. Das Zinnmuseum innerhalb seiner Mauern erlaubt einen Blick auf die wirtschaftliche Basis aus der Zeit seiner Errichtung.






Burg Frankenberg

Die Burg Frankenberg ist eine ehem. Wasserburg in Aachen. Sie wurde 1352 erstmals urkundlich erwähnt. Ihr Name leitet sich vom Begriff „Franke“ ab, der für eine freie und unabhängige Burg steht. Sie steht mitten in Aachen und bei der Anfahrt vermutet man alles andere als zwischen der Wohnbebauung auf einmal eine Burg zu finden. Von Wassergräben ist auch nichts mehr zu sehen, aber immerhin gibt es im angrenzenden Frankenpark ein paar Brunnen.




Burg Wilhelmstein

Im 1265 erbaut Graf Wilhelm IV. von Jülich die nach ihm benannte Burg Wilhelmstein. Die Niederungsburg wurde als Fliehburg angelegt, so dass in Notzeiten die Bevölkerung dort Schutz finden konnte.



Burg Dürboslar

Die Burg Dürboslar ist eine typische rheinische Wasserburg. Sie wurde 1478 erstmals urkundlich erwähnt. Früher war sie allseitig von einem Graben umgeben, der heute nur noch an 2 Seiten Wasser führt.



Zitadelle Jülich

Die 1543 erbaute Zitadelle Jülich ist das wichtigste erhaltene Baudenkmal der Stadt, und eine der am besten erhaltenen Festungen im Bastionärsystem in Deutschland. Das Foto kann der mächtigen Anlage kaum gerecht werden, aber genau das war ja auch Ziel der Bauten dieses neuen Stils, die keine klassischen Herrschaftssitze waren, sondern einzig der militärischen Nutzung dienten.




Schloss Hambach + Burg Obbendorf

Burg Obbendorf ist ein ehemaliges Rittergut in Hambach. Es ist eine vierflügelige Anlage, deren Gebäude ein Rechteck bilden. Seit 1995 wird sie als Hotel-Restaurant genutzt.



Schloss Bedburg

Die Ursprünge vom Schloss Bedburg liegen im 12. Jahrhundert, als eine Burg der Herren von Bedburg erstmals erwähnt wird. Von 1839 bis 1922 war es der Sitz der Rheinischen Ritterakademie. Ein kleiner, feiner Park und der Werwolfwanderweg laden mutige Entdecker zu weiteren Erforschungen ein.






Schloss Paffendorf

Das 1531 erbaute Schloss Paffendorf in Bergheim im Rhein-Erft-Kreis ist heute ein beliebtes Ausflugsziel. Besucher sollten etwas Zeit mitbringen, um in der Brasserie im Innenhof die tolle Stimmung des Schlosses in sich aufnehmen zu können. Es wird von RWE Power seit 1976 als Informations- und Veranstaltungszentrum genutzt.





Schloss Türnich

Schloss Türnich ist ein lupenreines Barockschloss im Rheinland. Sein Bau wurde 1757 begonnen. Seit 1974 ist es wegen der Grundwassersenkung durch den Braunkohleabbau unbewohnbar. Neuerdings wird es jedoch wieder saniert. Die Gerüste auf dem Bild sind also den Dachdeckerarbeiten geschuldet. Ein angeschlossenes Hofcafé bietet tolle Gerichte an, deren Zutaten auch zu einem großen Teil aus dem schlosseigenen Biogarten stammen. Auch hier gibt es im Winter einen tollen, stimmungsvollen Weihnachtsmarkt.



Burg Konradsheim

Burg Konradsheim ist eine Wasserburg in Erftstadt und eine der wenigen noch erhaltenen spätmittelalterlichen Anlagen. Sie wurde im nerdigen Jahr 1337 erstmal urkundlich erwähnt. Heute finden hier tolle Feiern und ausschweifende Golfrunden statt.





Landesburg Lechenich


Die 1307 erbaute Landesburg Lechenich gehörte zu den mächtigsten rheinischen Burganlagen. Die Burg war eine der Residenzen, die den jeweiligen Erzbischöfen als Landesherren zur Repräsentation dienten. Heute ist sie eine Ruine und im Privatbesitz. Der Schlosspark ist jedoch frei zugänglich und man kommt sich ein wenig als Abenteurer vor, wenn man durch das dichte Blätterwerk auf einmal die mächtigen Mauern und Türme auftauchen sieht.



Schloss Gracht

Schloss Gracht ist eine zweiteilige Anlage mit einer dreiflügeligen Vorburg und einem zweiflügeligen Herrenhaus. Es gehörte bis zum Verkauf in 1957 vier Jhd. lang der Familie Wolff-Metternich. Besonders schön ist auch der Schlosspark.




Schloss Augustusburg

Die Schlösser Augustusburg und Falkenlust gehören zu den bedeutendsten Bauwerken des Barock und Rokoko in Deutschland. Seit 1984 sind sie mit dem Schlosspark UNESCO-Welterbestätten. Für eine Wanderung durch den wunderschönen Schlosspark - eventuell bis hin zum Schloss Falkenlust - sollte man schon ein paar Stunden mitbringen.





In Brühl laden natürlich auch noch das Phantasialand und im Winter dessen großartige Dinnershow Fantissima ein:


Zu dieser habe ich eine besondere Beziehung. Ich war nicht nur als Gast mehrfach sehr begeistert, wie dort Kulinarik und Akrobatik verschmolzen werden, sondern durfte als Fotograf auch schon mit einigen Künstlern der Fantissima-Show arbeiten. Was das mit der Route zu tun hat? Eigentlich nur den Ort der letzten Station. Aber ich schweife manchmal gegen Ende eben gerne ab und erzähle wie Opa vom Krieg.

Das war es jetzt aber auch. Wer jetzt keine Lust auf, sich auf sein edles Streitross zu schwingen und in ritterlicher Manier die Gegend zu durchstreifen, der ... ach egal. Jeder Jeck ist anders und ich freue mich darauf, im Frühjahr 2020 diese Runde nochmal als Ingress Spieler selber erleben zu dürfen.

Wer jetzt Lust auf diese Tour bekommen hat und vielleicht sogar auch Ingress kennenlernen möchte, findet weitere Infos zu diesem Spiel und einen unverbindlichen Teamvorschlag auf der Seite der Enlightened Köln.

0 Kommentare:

Kommentar posten