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Montag, 21. September 2026

Was eine Stunde Schweigen verändert hat

 


Eine Stunde geschwiegen. Viel über meine Freunde erfahren. Und noch mehr über mich.

„Attila, jetzt halt doch einfach endlich mal den Mund.“

Wir saßen beim Sonntagsbrunch. Frische Brötchen, duftender Kaffee, Freunde und deren Freunde. Die Gespräche gingen von einem Thema zum nächsten. Und ich konnte zu fast allem etwas beitragen: eine Erfahrung, eine Anekdote, eine Geschichte über jemanden, den ich kenne.

Ich bin neugierig, interessiere mich für vieles und erzähle gern. Wenn jemand etwas anspricht, entstehen bei mir sofort Verbindungen. Dazu habe ich etwas gelesen. Etwas Ähnliches habe ich erlebt. Darüber könnten wir doch noch sprechen.

Ich dachte, damit bringe ich das Gespräch voran.

Dann fiel dieser Satz. Und die Erklärung hinterher: Es sei anstrengend, mir zuzuhören. Ich würde immer wieder mich in den Mittelpunkt stellen. Auch dann, wenn meine Geschichten von anderen handelten.

Das war nicht das erste Mal, dass ich so etwas hörte. Aber diesmal erschrak ich über mich selbst. Ich merkte, dass an dieser Rückmeldung etwas stimmte.

Montag, 21. April 2025

Leben im Geben 1: Mihály Gara – Ein Leben für andere

Eine persönliche Würdigung und Nachruf - mit Bildern, Stationen & Erinnerungen. Magyar forditás / Ungarische Version: Gara Mihály – Egy élet másokért


Am 31.05.2025, dem Tag nach Himmelfahrt, trat Mihaly Gara seine persönliche Himmelfahrt an.
Wir sind in tiefer Trauer. 

Kondolenzen:
Schriftliche Kondolenz an die Familie kann adressiert werden an:
Lászlo Gara, c/o Attila Radnai, Rodderweg 14b, 50999 Köln
Passend zur Technikbegeisterung von Mihaly gibt es auch ein Digitales Kondolenzbuch . 

Spenden:
Beteiligung an einer Großspende für einen mildtätigen Zweck im Sinne von Mihaly Gara (Zoo-Tickets für Kinder im Kinderheim) sowie Unterstützungen der ungarischen Familie bei den Bestattungskosten werden auf der Gedenkfeier gesammelt oder können per Paypal an Attila Radnai übermittelt werden (Verwendungzweck: Spendenpool Mihaly Gara). Die Aufteilung erfolgt 1:1.

Kontakt zur Familie: familie-gara@radnai.net 

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Montag, 29. November 2021

Papa-Prioritäten - Management von Job, Familie und Gedöns

Karriere oder Kinder? Wo setzen wir die Priorität? Diese und weitere wichtige Fragen warf letztens der Fotograf David Grigo aus Köln in einem Post auf. In diesem Beitrag spüre ich meinen persönlich Antworten auf dieses wichtige Thema nach.


David ist Vater von 3 Kindern, wobei die beiden jüngsten auch noch Zwillinge sind. Deshalb hat nochmal einen ganz besonderen Blick auf die Priorisierung. Deshalb hat er auch entsprechend gute Fragen zum Thema:

  • Wenn zwei Kinder schreien, wem helfe ich?
  • Karriere oder Kinder?
  • Lasse ich meine Kinder fremdbetreuen oder möchte ich lieber so viel Zeit wie möglich mit Ihnen verbringen?
  • Wenn mein Kind nur auf mir schlafen kann, lasse ich es dann, auch wenn ich dann schlechter schlafe?

Mir gefiel dabei besonders, wie er voller Liebe die tollen Priorisierungsfähigkeiten seiner Frau betonte. Sie ist heute wie er Fotografin, aber hatte schon vor ihren Kindern früher mal als Kellnerin mit vielen Menschen zu tun, die mit eingeschränkter Empathie gleichzeitig nach ihrer Aufmerksamkeit verlangten. Seine eigenen hinterfragte er dagegen kritisch. Damit konnte ich mich gut identifizieren.

Lasst uns kritisch sein - aber nicht zu sehr

Es gilt jedoch auch: Lasst uns als „neue“ Väter nicht zu kritisch gegenüber unserer Rolle und Fähigkeiten sein. Wir sind an der Spitze eines Kultur- und Gesellschaftswandels. 

Das alte patriarchale Ernährermodell unserer Eltern- und Großelterngeneration schwindet langsam. Unsere Frauen sind besser ausgebildet denn je. Somit verdient die Gesellschaft, dass auch ihre Teilhabe an Erwerbsarbeit größer wird denn je. Alles andere wäre Verschwendung von Talenten und Bildungsressourcen. 

Moderne Väter können auch toll "kochen"

Wir Väter entdecken dafür, wie toll es ist, auch dank Elternzeit mit Elterngeld, einen größeren Anteil an Erziehungs- und Beziehungsarbeit zu übernehmen. Und auch - gerne vergessen - einen größeren Anteil an der Haushaltsarbeit. 

Hier lerne ich  beim Priorisieren täglich neues. Denn selbst wenn es hierfür aus dem Beruf gewisse Grundvorbereitungen gibt, bringt hier die Realität deutlich komplexere Situationen als man in Postkorbübungen im Assessment Center unter Anwendung der Eisenhower-Matrix je zum Einsatz lässt. 

Mama als Krankenschwester. Papa als Krankenschwester.

Was, wenn am Tag einer wichtigen Vorstandspräsentation zum Projektbudget oder einem Businessshooting das Kind krank wird? Trotz aller Modernität ist da immer schnell die Frage im Raum: 

Kann hier nicht mal wieder die Mama einspringen? 

Meine Antwort lautet dann meistens:
Nein, kann sie nicht!

Die liebende Mama ist nämlich Strafverteidigerin und hat heute vor Gericht einen Termin in dem es um die Verteidigung von Menschen gegenüber der mächtigsten und stärksten Institution auf dieser Erde geht: dem Staat. Was würde mein Vorstandsvorsitzender sagen, wenn seine eventuelle U-Haft in Unschuld verlängert werden müsste, weil seine Anwältin absagen müsste, um sich um die Rotznase des Kindes zu kümmern, die heutzutage einen Ausschluss von der Kita-Betreuung bedeutet?

Während das Kind nebenan Handball spielt,
macht Papa Werbefotos für Schwedenautos.

Haben da Shootings oder Marketingprojekte wirklich Vorrang?


The struggle is real - Gender Pay Gap prägt Aufgabenverteilung auch in 2021

„Fun“ fact: Rein ökoonomisch wäre das bei uns sogar so: Der Gender Pay Gap ist mehr als real. Trotz formal geringerer Ausbildung ( ich: Abi und abgebrochenes Politologie-Studium; sie: 2. jur. Staatsexamen und 2 Fachanwaltstitel), verdiente ich lange auf Vollzeit gerechnet ca. 20% mehr als die beste Ehefrau von allen. 

Warum? Die Feminismus- und Genderforschung hier ganz klar: Sie hat eine Gebärmutter und ich nicht. Dieses Organ und die daran geknüpfte gesellschaftliche Rolle bringen sie und ihre Chefs dazu, auf ihr Gehalt einen „Risikoabschlag“ auf Mutterschaft vorzunehmen.

Betriebswirtschaftlich erscheint es logisch. Volkswirtschaftlich ist es kritisch. Zivilgesellschaftlich sehe ich es als himmelschreiende Ungerechtigkeit. 

Es wäre familienökonomisch für uns mit 2 Kindern sinnvoll, wenn sie mehr Erziehungszeit, mehr Teilzeit und mehr Familienzeit machen würde. Denn nicht erst beim Bezug von Lohnersatzleistungen ist mein Beitrag zum Familieneinkommen höher. 

Sagen Menschen auf dem Sterbebett: Hätte ich mal mehr gearbeitet und weniger Zeit mit der Familie verbracht?

Diese Frage ist ein wichtiger Leitstern in meinem Leben. Denn dank ihm kommt immer wieder besagte Prio ins Spiel: Was ist mir und uns wichtiger? Geld oder eine gerechte Aufteilung der Familienaufgaben?

Bis zu einem gewissen Grundniveau ist die Antwort klar. Aber was, wenn Miete, Hypothekenzahlungen und Grundbedürfnisse dank des Doppeleinkommens gedeckt sind?

Optimiert und husselt man dann weiter, um einen großen Puffer für Wohneigentum, eine flexible  und ökologische Familienfahrzeugflotte, immer teurere Familienurlaube in teuren Ferienzeiten und die  steigenden Technikanforderungen heutiger Schule aufzubauen?

Für mehr Entspannung als Papa: 
Der richtige Stuhl
Oder verzichtet man auf Geld und verbringt als Papa lieber mehr Zeit mit den tollsten Menschen der Welt? Kümmert sich um ihre Wehwehs, aber auch mehr um ihr „Wow wow, was ist das, Papa“?  Teilt die bezahlte Elternzeit von 14 Monaten fair mit 7 zu 7 auf - auch wenn die Deckelung des Elterngeldes beim Papa mehr schmerzt als bei Mama. 

Ich habe mich für diesen Weg entschieden. Er ist keineswegs leicht. Aber er fühlt sich im Bauch absolut richtig an.

Wenn ich mit meinen Jungs Hand in Hand am Freitag nachmittag zum Supermarkt gehe, weil die Mama bei einer Pflichtfortbildung ist, platzt mein Herz vor Glück und Stolz.

Und ich bin mir dessen als Privileg bewusst,  Eins das mein Papa mit viel Arbeit im Außendienst nie hatte. Im Gegensatz zu ihm habe ich meinen Hauptjob als Manager bei der Plusnet GmbH auf 80% reduzieren können. Sicher ein Vorteil von der Einbettung in Konzerne wie EnBW, die mit fast 25.000 Mitarbeiter:innen einfach viel familienfreundlicher sind als das kleine 3-Personen-Startup im Hinterhof. Als Sidepreneur-Fotograf bin ich ebenfalls zeitsouveräner und flexibler als viele meiner Vollzeitwettbewerber. 

Das fällt einem nicht zu. Alles hat seinen Preis. Man bezahlt alles irgendwie in Form von (Lebens)Zeit, (Lebens)Qualität oder (Lebens)Budget. Schaue ich neidisch auf jemanden, der von einem mehr zu haben scheint, übersehe ich schnell, was sie/er dafür im Tausch opfern musste oder opfern wird.



Mein Fazit: Ich bin froh, dass wir Väter und Mütter mit viel mehr Selbstverständlichkeit unsere Aufgaben in Familie und Beruf fairer aufteilen. Das ist nichts, was einem leicht oder was einem zufällt. Es muss auf vielen Seiten ausgehandelt und organisiert werden. Das Ergebnis lohnt sich aber für mich: Eltern, die  beide für ihre Kinder da sind und moderne Rollenvorbider abgeben können. Gleich ob für Töchter, Söhne oder diverse. Das Leben ist bunt und wer in der Rush Hour des Lebens weniger arbeitet, hat  am Ende mehr davon.

Was wäre Dein Fazit? Mehr Arbeiten oder mehr Leben?

Donnerstag, 16. September 2021

3 Wege zur besseren Digitalisierung von Schulen

Unsere Schule im Land der Dichter und Denker ist wie das Land selber: überbürokratisiert und unterdigitalisiert.




Oh Mensch. Ich schicke als Vater eines Zweitklässlers unserer Schuldirektorin immer sooooo viele tolle Vorschläge, was man mit digitalen Tools alles machen kann. Warum nimmt diese nicht alle sofort begierig auf? Da haben Lehrer:innen schon soviel Ferien und nur einen Halbtagsjob und dann das....

Falsch! Wer hier gefällig genickt hat, sollte eigentlich nochmal zurück auf die Schulbank. Empathie 5-. Versetzung gefährdet.

Den Blick fürs Ganze nicht verlieren


Vielmehr weiß ich, dass es nicht am fehlendem Interesse an dem Thema liegt. Es liegt daran, dass man als Direktor:in mindestens 20 Jobs noch höher priorisierte Aufgaben für die 16 Wachstunden am Tag herumjongliert.

Also Jobs als
  • engagierte Lehrerin
  • repräsentierende Direktorin
  • inspirierende Führungskraft
  • pfiffige Marketing-Leiterin
  • umsichtige Hygiene-Expertin
  • betreuende Sozialarbeiterin
  • resolute Kinderschützerin
  • weltgewandte Reiseorganisatorin
  • immer mehr gernervte Bauleiterin
  • gebildete Bibliotheksleiterin
  • unterhaltende Eventmanagerin
  • unterfinanzierte IT-Managerin
  • überbürokratisierte Einkäuferin
  • vorausschauende Bankkauffrau
  • unfreiwillige Amtsschimmelbespaßerin
  • multivernetzendes Gremienmitglied
  • respektiertes Gemeindemitglied
  • rührige Haushaltsmanagerin
  • fürsorgliche Mutter
  • liebende Partnerin
  • geliebte Tochter
  • beliebte Freundin
und noch sicher welche, die ich hier vergessen habe.
Denkt immer dran: Je nach Alter und Bedarf des Kindes kann einen schon alleine der Elternjob voll ausfüllen.

Wenn wir also für die tolle Arbeit von Krankenschwester, Ärzt:innen, Feuerwehrleuten oder Flut-Ersthelfer:innen geklatscht haben, dann dürfen wir es recht für die Erzieher:innen, Lehrer:innen, Pädagog:innen der OGS und eben die Direktor:innen tun.



Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr üben den Ernstfall. Foto: Attila Radnai




Was tun? Mehr Internet?


Was hilft noch mehr als der Seelenbalsam von Applaus?
Was sind die eigentlichen Hemmschuhe für digitale Transformation von Schulen und Unterricht?

Mehr Breitband, mehr digitale Whiteboards, digitale Lerngeräte in Klassenstärke, WLAN überall auf dem Schulgelände?
Ja, ja, ja, ja und ja.

Das sind jedoch am Ende nur Werkzeuge, die nicht im Vordergrund stehen dürfen. Das schreibe ich, obwohl mein Arbeitgeber Plusnet zu den führenden Anbietern im Bereich von professionellen Breitbandanbindungen gehört und von mehr Glasfaser in Schulen profitierte.

Am Ende des Tage gilt immer noch:

A fool with a tool is still a fool

Wie machen wir es besser?


Hier kommen daher 3 Vorschläge, die in meinen Augen viel wichtiger Engpässe aufgreifen:

  1. Eine Stundenzeiterfassung für Beamt:innen mit Zeitausgleich. Man glaubt es nicht, aber sie arbeiten auch in den Ferien sehr viel und haben dann am Ende keinen "normalen" Urlaubsanspruch mehr. Viele schieben einen großen Berg an über 200 Überstunden vor sich her. Wie soll man auf YouTube Videoanleitungen über Hybrid-Unterricht anschauen, wenn man keine Luft dafür hat?
  2. Ein Personalschlüssel, der mit einem realistischen 120% Ansatz wirklich Zeit für Weiterbildung in Fragen digitaler Transformation pädagogischer Arbeit erlaubt und nicht bei faktischen 80-90% schön langsam in den Burnout führt.
  3. Der Einsatz von externen Berater:innen wie z.B. Die Schulgestalter oder Die Schulverbesserer, die um all das oben genannte wissen und mit externem Wissen um erprobte Strategien, Kommunikationspläne und erst am Ende auch digitalen Tools den Eltern, Lehrern:innen, internen Schulberater:innen und Schüler:innen zur Seite stehen.

Was denkst Du? Was würdest Du bei der Top 3 noch ergänzen?`


Mittwoch, 15. Januar 2020

Meine Lieblingspodcasts. Sie machen aus mir einen besseren Menschen.

Die Sonne knallt vom Himmel. Ich liege regungslos im Sand. Aufstehen wäre jetzt keine gute Idee. Denn um mich herum tobt eine große Schlacht zwischen Elfen, Zwergen, Hobbits, Trollen, Orks und weiteren Bewohnern Mittelerdes. Ich hoffe, dass ich hier lebendig als Beobachter herauskomme. Dann spüre ich auf einmal, wie eine Flüssigkeit an meinem Arm entlang fließt. Ist es Blut? Meins? Das eines anderen? Nein, es ist kalt. Ziemlich kalt sogar. Mensch, wer ärgert mich da? Ich öffne blinzelnd die Augen und blicke in das schmunzelnden Gesicht meiner Partnerin, die neben mir am Strand von Cala Millor auf Mallorca liegt. Sie fragt, ob wir dem Melonen-Mann etwas abkaufen wollen. Ich ziehe die Kopfhörer ab, halte die Herr der Ringe CD im Discman an und bin wieder in der Realwelt angekommen. 

Ich war schon immer leidenschaftlicher Zuhörer. Sowohl zum Entfliehen in fremde Welten, aber vor allem auch zur Aufnahme neuer Informationen. Bei meinen frühen Walkmans war es mir wichtig, dass diese nicht nur Kassetten aufnahmen, sondern auch ein Radio eingebaut hatten, mit dem ich aktuelle Beiträge hören konnte. 

Donnerstag, 12. September 2019

Burgen, Burster und Bögen - Moseltour 2018

Dies ist mein Reisebericht über einen Foto- und Ingress-Ausflug an die Moselschleifen im November 2018.


Mit Klick auf die Bilder kommst Du in eine Galerie-Ansicht ohne meine störenden Kommentare und epischen Erzählungen



Besuchte Orte:

  • Prinzenkopfturm bei Alf
  • Moselschleife bei Bremm und Calmont
  • Bad Bertlich
  • Reichsburg Cochem
  • Burg Eltz
  • Mertloch

Donnerstag, 4. Januar 2018

Wrap up(date) - Was sonst so war.

In der letzten Zeit ging die Posting-Frequenz etwas runter. Daher kommt jetzt einfach mal so in Kurzformen, was so in der letzten Zeit los was.




Leben


Kind 2.0


Die zweifellos größte Änderung kam letztes Jahr mit der Geburt meines zweiten Kindes. Das süße Baby macht unsere Familie noch kompletter und schöner. Es macht aber auch Arbeit (siehe Kind 1.0 ) und kostet uns wundervollen Schlaf, den ich so liebe. Statt also abends in die Tasten zu hauen, falle ich oft beim Zubettbringen der Kinder selber neben ihnen in ein Schlafkoma.

Ingress - die Kunst Umwege zu gehen


Mitte 2016 brachte mich ein Freund zum Handyspiel Ingress. Handyspiel ist aber ein wenig zu kurz gegriffen. Es ist ein LALBARMMOLARPG. Klingt wie der original gälische Name eines irischen Whiskeys, ist aber die Abkürzung für Location Based Augmented Reality Massively Multiplayer Online Live Adventure Role Play Game. Oder PokémonGo für Erwachsene. Das Spiel wird nicht nur am Handy gespielt, sondern man muss wie bei der Schnitzeljagd oder beim Geocaching raus in die Welt gehen und an bestimmten Orten den sogenannten Portalen interagieren. Dadurch kommen Stubenhocker vor die Tür und so mancher Einzelspieler kommt auf einmal in eine Gemeinschaft, da das Spiel im Team viel spannender ist als alleine.

Samstag, 27. Juni 2015

Nur kostenloses Internet? Alles kostenlos!

In diesem Blogpost zeige ich mich begeistert, dass immer mehr Initiativen sich um Netzzugänge für alle Bürger bemühen. Dagegen zeige ich aber auch erschüttert auf, dass wir mit der Forderung nach kostenlosem Internet für dumm verkauft werden.
Frühe Shareconomy. Leider nicht kostenlos.

Am 24.06.2015 gab es eine gemeinsame Entschließung der Fraktionen von SPD, Grünen und Piraten im Landtag NRW zum Thema Freifunk. Dazu erklärt die SPD Landtagsfraktion auf Ihrer Website: "Freifunk in Nordrhein-Westfalen: Bürgernetze ausbauen und weiter stärken (...) Dabei handelt es sich vor allem um kostenloses Internet - immer und überall. 

In der detaillierteren Drucksache 16/8970 steht sogar explizit:
Der Landtag fordert die Landesregierung vor diesem Hintergrund auf: (..,) Freifunk-Initiativen in den kommenden Jahren finanziell beim Aufbau einer zukunftsfähigen technischen IT-Infrastruktur zu unterstützen.


Eigentlich eine coole Idee und etwas, das ich in einer ähnlichen Form auch selber jahrelang beim Studium an der Freien Universität Berlin nutzen konnte (hach ja, die gute, alte Zentrale Datenverarbeitung ZEDAT). So werden Wissen, Informationen im Netz frei und offen teilbar.

Also alles supi im Freifunk-Neuland?



Leider nicht ganz. Es gibt ein Problem. 

Mittwoch, 25. März 2015

Breitband-Internet per Glasfaser für den Kölner Süden

NetCologne baut auch im Kölner Süden Glasfaser-Internet (bzw. Breitband-Internet) aus
Am 24.03.2015 fand dazu im katholischen Gemeindezentrum St. Remigius in Köln-Sürth eine Informationsveranstaltung der NetCologne über ihre erweiterten Privatkundenangebote in Köln statt.

Für alle, die es verpasst haben oder genauer wissen wollen, kommt hier das komplette Infopaket - ergänzt um Zusatzinfos eines Breitband-Insiders.

Dies ist die Karte des südlichen Ausbaugebiets (auch interaktiv in Google Maps einsehbar):

Bildherkunft: Screenshot von Google Maps

Die blauen Gebiete wie Hahnwald oder Michaelshoven sind schon erschlossen. Der rot markierte Bereich kommt Ende 2015 dazu. Erste Teile gehen aber schon im Sommer 2015 in die Vermarktung. Daher fing man schon jetzt mit der Information an.

Sonntag, 15. März 2015

Warumduschtatistik März 2015

Mein Blog Warumduscher ist nun knapp über 3 Jahre alt. Zeit für eine kleine Bilanz.
Getreu dem Motto "Miss es oder vergiss es", hangele ich mich an der Statistik entlang.

Ursprünglich richtete ich das Blog ein, weil ich immer wieder Fragen zu den Themen IP-Kameras und Fotozubehör bekam. Natürlich stellte ich mir auch die Frage, ob ich denn über die Zeit hinweg genug Content finden würde, mit dem das Blog lebendig halten könnte. Meine Zweifel waren unbegründet. Ich bin jetzt zwar kein A-Blogger, der täglich 2-3 virale Posts absetzt, aber dennoch habe ich doch deutlich mehr schafft als ich mir zunächst zugetraut hatte.

Das stets etwas steigende Interesse an den Posts motiviert mich, diesen Weg weiter zu gehen.

Gepostete Beiträge: 83
Postingfrequenz: 3,5 Posts pro Monat


Top 10 der Beiträge


1. Clever Küchen kaufen
Kein Wunder, dass Kochshows so beliebt sind. Der Beitrag über Sparen beim Küchenkauf ist der nachgefragteste Post in meinem Blog.
Hier dürften sich die Abrufzahlen bald senken. Nach über 1000 Teilnehmern hat die DKB nämlich endlich mobile TAN-Verfahren eingeführt (mein Test dazu).

3. Kaufbericht, Test und Zubehör zur Panasonic Lumix FZ150
Obgleich diese Kamera mit FZ200 und FZ1000 schon 2 Nachfolger hat, suchen offenbar immer noch genug Leute nach diesem Modell. Kein Wunder - Panasonic hat dort ein wirklich tolles Produkt gebaut - wie die jüngsten Bilder aus Norwegen mal wieder zeigen.

Freitag, 6. März 2015

Norwegen mit Wohnmobil und Baby - 5/6 - Tage 16-20



Inhalt:

Einleitung
Tage 1-5
Tage 6-10
Tage 11-15
Tage 16-20
Nachlese






Tag 16: Trondheim 4 von 4 - Ringebu, E6 und Landschaftsroute Rondane



Aufbruch aus Trondheim nach 3 tollen Tagen. Wir lassen unsere Deutschen Mitbringsel bei unseren Freunden, die neben Whiskey auch Zahnpasta bestellt haben. Noch kurz die Fährdaten online gecheckt. Abfahrt Oslo-Kiel um 14 Uhr, Preis ca. 450 EUR, Ankunft in Kiel um 10 Uhr am nächsten Tag. Etwas ärgerlich, dass wir mit unserem WoMo 2 cm über der nächsten Höhenstufe liegen, was gleich einen Preisunterscheid von 130 EUR ausmacht. Und irgendwie scheint in dem Preis nur die Kabine, nicht aber das Essen inklusive zu sein, zumindest gibt es entsprechende Zubuchungsmöglichkeiten für Menüs oder Frühstücksbüffet. Oder ist das nur das bessere Essen?

Kann man ernsthaft für den Preis keine Verpflegung anbieten und an sein Fahrzeug kommt man in den 20 Std. vermutlich auch nicht... Eigentlich schwer vorstellbar, aber bei den norwegischen Preisen würde uns nichts mehr wundern.

Für alle Fälle - ein norwegiches Spezialitätenpaket:
Bananenpaste, Rentierwurst, Polarbrot, Nugatti, etc.


Alternativ prüfen wir auch nochmal die Fähre Larvik - Hirtshals. Statt 20 Stunden fährt sie nur 3:45h und kostet auch nur 150 EUR. Dafür müssten wir von Oslo noch 130 km bis zur Hafenstadt Larvik fahren und hätten dann statt 500 km von Kiel aus nach Hause noch gut 1.000 km vor uns. An einem Tag sicher nicht zu schaffen. Abfahrt ist allerdings schon um 8 Uhr (- 2 Std vorher einchecken). Ankunft in Dänemark um 11.45 Uhr. Dann hätten wir gut 1,5 Tage für den Nachhauseweg, das müsste passen. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen, wir sehen erstmal, wie vor voran kommen und wieviel Zeit wir in Oslo noch haben bzw. uns nehmen wollen. So habt Ihr aber einen Einblick in unsere Planungsentscheidungen. Auch unterwegs ist man damit lange nicht fertig.


Wenn jedes Grundstück mehrere km Privatweg hat, gibt es Sammelbriefkästen - überdacht


Norwegen mit Wohnmobil und Baby - 1/6 - Einleitung

Dies ist unser Reisebericht von unserer Reise durch Süd- und Mittelnorwegen im September 2014:
3 Personen fahren in 3 Wochen über 4.000 Kilometer nach und durch Norwegen. War superschön.
So stünde es auf Twitter. Aber hier haben wir ja etwas mehr als 140 Zeichen zur Verfügung.

Inhalt

Einleitung
Tage 1-5
Tage 6-10
Tage 11-15
Tage 16-20
Nachlese



Dieser Reisebericht wurde von der Frau des Warumduschers und ihm selber gemeinsam verfasst. Der größte Teil abends im Wohnmobil auf dem iPad - der Rest daheim aus dem Gedächtnis. Das erklärt auch, warum sich immer wieder Erzähler und Erzählperspektive ändern. Anstatt alles glattzubügeln, fanden wir es schöner, wenn der jeweils persönliche Erzählstil zum Ausdruck kommt.





Diese Reise war für uns eine Mehrfachpremiere:
  • Erste Reise nach Norwegen
  • Erste Reise mit dem Wohnmobil
  • Erste große Urlaubsreise mit dem damals 9 Monate alten Baby


Zur Einstimmung ist hier das Video unserer Reise:





Reisevorbereitung

Der Plan zur Reise entstand durch die Einladung einer Freundin, die mit ihrer Familie nach Trondheim in Norwegen ausgewandert war. In Verbindung mit sehr inspirierenden Reiseberichten wie z.B. dem von Thomas Kussmaul reifte der Entschluss, dass wir nicht einfach hinfliegen, sondern lieber eine längere Reise durch das Land unternehmen wollten. Hier passte der Anfang der Elternzeit des Warumduschers gut mit dem Alter des Babys von ca. 8,5 Monaten gut zusammen.


Die Route wurde im Voraus grob per Google Maps geplant. Eine Feinplanung haben wir nicht vorgenommen, da wir nämlich keine Ahnung hatten, wieviele Kilometer unser Baby durchhalten würde.


Praktische Babyschale Matrix Light 2
Zusätzlich besorgen wir uns den Reiseführer Norwegen Süd/Mitte aus der Velbinger Reihe. Dieser etwas andere Reiseführer enthielt vom normalen Reiseführer abweichende Beschreibungen, die uns etwas näher an das Land herangebracht haben.


Damit wir das Baby über längere Abschnitte sicher und hüftschonend transportieren konnten, haben wir uns eine besondere Babyschale besorgt. Die Babyschale Matrix Light 2 von Jané hat den großen Vorteil, dass das Kind dank einer Klappmechanik darin sowohl rückwärts sitzend wie auch quer liegend transportiert werden kann. Für eine normale Babyschale werden ja alle 2 Stunden Pausen von mindestens 30 Minuten empfohlen. Dank der Liegeposition konnte der Kleine deutlich längere Abschnitte fahren - und vor allem laaaange schlafen.


Liegend

Sitzend


Und natürlich wurden vor allem für das Baby Lebensmittel eingekauft - für den Fall, dass wir in den Tiefen der norwegischen Hochebenen nichts finden:



Erkenntnis vorweggenommen: Es hätte überall genug Supermärkte mit Babynahrung gegeben.

Quelle: norw.Touristeninformation

Route

Das waren unsere Reiseabschnitte:


Tag 1: Köln bis Hamburg
Tag 2: Hamburg bis Kristiansand
Tag 3: Kristiansand - Egesund
Tag 4: Egesund - Tau (Alsvik), Landschaftsroute Jæren
Tag 5: Tau - Odda, Route: Ryflyke
Tag 6: Odda - Bergen
Tag 7: Bergen - Flam - Route Aurlandsfjell
Tag 8: Flam - Nigardsbreen
Tag 9: Nigardsbreen - Grotli, Route Sognefjellet
Tag 10: Grotli - Ronde, Routen: Gamle Strynefjellsvegen , Geiranger, Trollstiegen
Tag 11: Ronde - Steinloysa, Route: Aursjøvegen
Tag 12: Steinloysa - Kristiansund - Orkanger, Route Atlantikstraße
Tag 13: Orkanger - Trondheim 1 von 4
Tag 14: Trondheim 2 von 4
Tag 15: Trondheim 3 von 4
Tag 16: Trondheim 4 von 4 - Ringebu, E6 und Landschaftsroute Rondane
Tag 17: Ringebu - Oslo 1 von 3
Tag 18: Olso 2 von 3
Tag 19: Olso 3 von 3 - Kiel
Tag 20: Kiel - Köln


Wir haben uns zu einem großen Teil an den norwegischen Landschaftsrouten orientiert. Das sind landschaftlich besonders schöne Strecken durch ein ohnehin schon wunderschönes Land.



Karte von http://www.nasjonaleturistveger.no/de


Die Gesamtroute ist hier bei Google Maps hinterlegt. 

Hier geht es weiter mit
Norwegen mit Wohnmobil und Baby - 2/6 - Tage 1-5


Dienstag, 13. Januar 2015

Was tun gegen Deutschlands Rückstand im Breitband Wettbewerb?

Deutschland fällt bei der Leistungsfähigkeit seiner Breitband-Anschlüsse im internationalen Vergleich immer weiter zurück. Das beschreibt der Journalist Holger "Netzökonom" Schmidt in seinem Blog. Er hat dazu eine Analyse auf Basis des Akamai-Reports “State of the Internet” (PDF) durchgeführt.

Die Geschwindigkeit der Festnetzverbindungen steige ihm zufolge bei uns zwar um durchschnittlich 13,8 Prozent im Jahr, aber die meisten anderen Länder bauten ihr Internet deutlich schneller aus. In China zum Beispiel beträgt die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate 33 Prozent. In Schweden sind es 29 Prozent, in Israel 27 Prozent. Auch Länder wie die USA und Großbritannien, die ohnehin schon schnellere Internetleitungen haben, bauen ihre Kapazität deutlich rascher aus als Deutschland,

Diese Woche hat Präsident Obama das Ziel zum Ausbau von Anschlüssen von über 1 GBit/s sogar zur Chefsache gemacht und dabei das Problem gut heruntergebrochen. Im Alltag nervt das kleine drehende Kreisding, das beim Anschauen von Videos über langsame Verbindungen auftaucht. Aber am Ende geht es um die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft eines Landes. Vom kleinen Online-/Offline-Blumenhändler um die Ecke bis zum Industrie-4.0-Konzern:


Wie kann man das also befördern? Da unser Internetminister Alexander Dobrindt (CSU) ja nun mit der durchgedrückten PKW-Autobahnmaut alle Bayern, Nicht-Bayern und Ausländer gestraft glücklich gemacht hat, erwarte ich von seiner Seite in konsequenter Weise Vorschläge für eine Ausländerdatenmaut zur Breitbandförderung. So könnte das aussehen.



Dienstag, 8. Oktober 2013

Warum schneiden die Finnen so gut im PISA-Lesetest ab?

Ein Gründungsmythos des finnischen Volkes erklärt, warum in Europa vor allem die Finnen besonders gut bei der aktuell veröffentlichten PIACC-Bildungsstudie (Erwachsenen-PISA-Test) abschneiden, während Deutschland sogar unter dem Durchschnitt landet.


Europa vor 4000 Jahren


Finnougrische Völker aus dem Ural wanderen in Richtung europäisches Kernland. Sie finden sie auf der Hälfte des Weges ein Schild vor. Auf dem Schild stand: "In Richtung Süden findet Ihr im Karpatenbecken die ungarische Tiefebene. Dort ist es warm, es gibt guten Boden und das Leben ist nett. Geht Ihr nach Norden, dort findet Ihr Kälte, Dunkelheit, Scheißboden und das Leben ist verdammt hart."


Die eine Hälfte der Leute konnte lesen und ging nach Ungarn wo sie sich als Volk der Magyaren niederließen. Die andere waren Analphabeten und sie gingen nach Norden und bildeten das Volk der Finnen. Die vom Schicksal so gebeutelten Finnen haben sich geschworen, dass ihnen das nicht wieder passiert. 

Sonntag, 28. Juli 2013

Frieden aus der Cloud - wir sollten wie die USA per Killswitch weltweit Leben retten



Viele kennen aus Betrieben die großen, roten Not-Aus-Schalter, mit denen man in Gefahrensituationen die Verselbständigung einer Maschinerie verhindern und so Unfälle verhindern oder gar Leben rette kann. Der englische Namen hierfür lautet Killswitch (Tötungsschalter). Diese Schalter gibt es auch  auch als Softwarefunktionen in iPads oder Amazons eReadern der Kindle Reihe. Sie sollen im Falle von Diebstahl das Gerät unbrauchbar machen und so auch den Missbrauch der darauf enthaltenen Informationen verhindern.


Manager und ADHSler-Service
Manager: Eine tldr-Zusammenfassung des Beitrags finden Sie ganz unten. Scrollen Sie direkt runter und lassen Sie sich nicht von Gedankenketten und Argumenten verwirren.
ADHSler: Alder, scroll gleich runter!

Genau über so eine Funktion berichtete auch Heise im Beitrag "Euro Hawk und NSA: Eine verwirrende Geschichte" .

Darin berichtet Autor Andreas Wilkens dass beim Start, Streckenflug und bei der Landung der Kampfdrohne Euro Hawk Kryptoschlüssel benötigt werden, die vom Operator gesendet und von der Drohne bestätigt werden müssen. Die Generierung dieser Schlüssel liegt bei der US-Behörde National Security Agency (NSA) - auch für die deutsche Drohne.

Bildherkunft: Wikimedia Commons
Wegen des aktuellen PRISM-Skandals regen sich viele Kommentatoren automatisch über den Kontrollwahn der Amerikaner auf. Allerdings finde ich es reizvoll, dieses Thema von einer anderen Seite zu beleuchten.

Denn in diesem Fall verhindert der Tötungsschalter das Töten. Hier ist der Name also kein beschönigender Euphemismus (Beschönigung) wie "Proaktiver Friedenseinsatz" statt Angriffskrieg, sondern das gegenteilige rhetorische Stilmittel der Pejoration ("Verschlechterung"). Das ist neu und dahinter steht viel mehr als man im ersten Moment denkt.
Die Idee dahinter ist nämlich gar nicht so dumm. Pistolen und Panzerfäuste konnten früher einfach so verkauft werden und dann von jedem Deppen auch missbraucht werden. Moderne Waffensysteme sind aber vernetzt und komplexer. Daher verkaufen die ihre Kampfdrohne eben nur unter der Auflage der Missionsfreigabe im Einzelfall weiter. So schränken sie den Gebrauch/Missbrauch durch die Besitzer ein.