Freitag, 6. März 2015

Norwegen mit Wohnmobil und Baby - 5/6 - Tage 16-20



Inhalt:

Einleitung
Tage 1-5
Tage 6-10
Tage 11-15
Tage 16-20
Nachlese






Tag 16: Trondheim 4 von 4 - Ringebu, E6 und Landschaftsroute Rondane



Aufbruch aus Trondheim nach 3 tollen Tagen. Wir lassen unsere Deutschen Mitbringsel bei unseren Freunden, die neben Whiskey auch Zahnpasta bestellt haben. Noch kurz die Fährdaten online gecheckt. Abfahrt Oslo-Kiel um 14 Uhr, Preis ca. 450 EUR, Ankunft in Kiel um 10 Uhr am nächsten Tag. Etwas ärgerlich, dass wir mit unserem WoMo 2 cm über der nächsten Höhenstufe liegen, was gleich einen Preisunterscheid von 130 EUR ausmacht. Und irgendwie scheint in dem Preis nur die Kabine, nicht aber das Essen inklusive zu sein, zumindest gibt es entsprechende Zubuchungsmöglichkeiten für Menüs oder Frühstücksbüffet. Oder ist das nur das bessere Essen?

Kann man ernsthaft für den Preis keine Verpflegung anbieten und an sein Fahrzeug kommt man in den 20 Std. vermutlich auch nicht... Eigentlich schwer vorstellbar, aber bei den norwegischen Preisen würde uns nichts mehr wundern.

Für alle Fälle - ein norwegiches Spezialitätenpaket:
Bananenpaste, Rentierwurst, Polarbrot, Nugatti, etc.


Alternativ prüfen wir auch nochmal die Fähre Larvik - Hirtshals. Statt 20 Stunden fährt sie nur 3:45h und kostet auch nur 150 EUR. Dafür müssten wir von Oslo noch 130 km bis zur Hafenstadt Larvik fahren und hätten dann statt 500 km von Kiel aus nach Hause noch gut 1.000 km vor uns. An einem Tag sicher nicht zu schaffen. Abfahrt ist allerdings schon um 8 Uhr (- 2 Std vorher einchecken). Ankunft in Dänemark um 11.45 Uhr. Dann hätten wir gut 1,5 Tage für den Nachhauseweg, das müsste passen. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen, wir sehen erstmal, wie vor voran kommen und wieviel Zeit wir in Oslo noch haben bzw. uns nehmen wollen. So habt Ihr aber einen Einblick in unsere Planungsentscheidungen. Auch unterwegs ist man damit lange nicht fertig.


Wenn jedes Grundstück mehrere km Privatweg hat, gibt es Sammelbriefkästen - überdacht


Wir programmieren Lillehammer als Zwischenziel, 350 km. Das Navi sagt, wir brauchen über 5 Stunden - der Geschwindkeitsbegrenzung auf maximal 80 km/h sei dank. Wir fahren die E6 und überlegen, ob wir sie weiter Richtung Dombas fahren sollen, wie unsere Gastgeber sie als sehr schön vorschwärmen oder wir doch die letzte Landschaftsroute "Rondane" unserer Reise wie geplant über die RV29 mitnehmen sollen.







Wir machen ein wenig von beidem. Erst noch einen kleinen Abstecher zu einer empfohlenen Hütte hinter dem Abzweig zur RV 29. Sehr schön, aber zur Nebensaison war nichts mehr los. Auch der Souvenierladen war nicht mehr durchgehend besetzt. Wir drehen um und fahren Richtung Folldal, dahinter ist der Einstieg zur Landschaftsroute.


Rondane erinnert zu Beginn ein wenig an den Yosemite Nationalpark. Viele grüne Nadelbäume. Nett, aber wenig spektakulär, denke ich, oder vielleicht ist bei dieser vielen wunderschönen Natur doch ein Sättigungseffekt eingetreten, trotz 3 Tage Städterleben in Trondheim.


Dabei hat auch Rondane einiges zu bieten. Über 2000 m hohe Gipfel in einer unverwechselbaren, mit kreideweißem Schnee bedeckten Landschaft, die Sonne, die tief am Himmel steht, der Schnee, der in der Sonne glitzert, das blaue Licht. Die Ruhe, die Stille und die Gewissheit, dass ein sonniger Tag innerhalb kürzester Zeit in einen tückischen Unwettertag umschlagen kann. Wie uralte Riesen ruhen die Berge entlang der Straße, die uns am Rondane Nationalpark vorbeiführt. Das Gebiet eignet sich gut für Familien mit Kindern, die vorzugsweise in einfachem Gelände wandern und dabei viele leicht zugängliche Erlebnisse nutzen wollen. Hier gibt es eine Vielzahl von Touristenhütten und gut gekennzeichneten Wanderwegen, ohne dass das Gebirge dadurch einen weniger mächtigen Eindruck erweckt. 



Apropos tückischer Unwettertag. Nach unserem bisherigen sagenhaften Wetterglück zieht es sich zu. Die grauen Wolken wirken bedrohlich, aber behalten ihren Regen für sich. Später wird es dann Richtung Ringebu doch noch wirklich interessant. Prärieartige Weite wechselt sich ab mit herbstlichem Farbenspiel von Flechten und Gestein, später folgen Birkenhaine.  Wie die Herbstfarben wohl in leuchtendem Sonnenlicht ausgesehen hätten?


Ein lohnenswerter Aussichtspunkt ist Sohlbergplassen, der durch die moderne Architektur des Aussichtspunkts einen interessanten Gegensatz zur Natur darstellt, in die er eingebettet ist.
Die berühmte Malerei „Winternacht in den Bergen“ von Harald Sohlberg aus dem Jahr 1914 vermittelt eine zauberhafte Stimmung. Genau diese Stimmung wollte auch der Architekt schaffen. Vom Sohlbergplassen blickten wir deshalb aus dem gleichen Winkel auf Rondane wie auf dem Gemälde.



Unsere Suche nach einem Wildcampingplatz brechen wir nach 2-3 Versuchen ab. An den Stellen, die sonst in Blogs gerne beschrieben wurden, wie auf Parkplätzen an (Stabs-)Kirchen, Rastplätzen etc. immer nur "Camping forbud" - Camping veboten.



Bunter Herbst im Fjell
Da auch das Kind nicht in den Schlaf findet und sein Quengeln nur einstellt, wenn einer hinten ist und Händchen hält, haben wir keine Nerven noch länger weiter zu suchen und fahren hinter Ringebu kurzerhand an der E6 den Campingplatz Elstadt in Ringebu an.
Der ist zwar nicht ganz so leise, da direkt in der Nähe der Straße, aber ist dafür eine tolle Anlage mit golfplätzähnlichen Stellplätzen direkt am Wasser und umringt von Bergen.



Preise: 190 NOK + 10 NOK pro Erwachsenem, Strom 30 NOK, Duschen 10 NOK). Überhaupt hatten wirklich alle Campingplätze die wir angefahren haben, ausnahmslos wunderschöne Umgebung zu bieten. Elststadt zeichnet aus, dass die Besitzerin exzellent Deutsch spricht. Auf meine Nachfrage erfahre ich, dass sie Deutsche ist, allerdings schon seit 40 Jahren in Norwegen.

Apropos Duschen. Das kostet zwar 10 NOK - aber Frauen haben dafür eine Minute weniger als Männer. So funktioniert eben die Regel von Angebot und Nachfrage. Diesmal habe ich eine zweite Münze dabei.



Wir hoffen für den Morgen auf gutes Wetter (auch wenn wohl eher nicht angesagt), um vielleicht ein letztes Mal draußen in herrlicher Landschaft zu frühstücken. Die ersten Mücken der gesamten Reise, ganze 2 an der Zahl haben das Betreten verboten Schild am WoMo nicht gelesen. Da kenne ich zum Schutz des Sohnes keine Gnade. Aber so, wie es aussieht, nehmen wir alle Flaschen Autan wieder unbenutzt mit nach Hause. Schlechtes Wetter, viele viele Mücken, teuer - nur letzteres Vorurteil über Norwergen hat sich für uns bestätigt. Das Ende des Urlaubs nähert sich so langsam und wir sind immer noch rund um begeistert.


Tag 17: Ringebu - Oslo 1 von 3



Wir wachen auf von dezentem Regengeprassel. Schlechteres Wetter war angesagt, aber ganz ehrlich: besseres hätte es ja wirklich auch kaum gegeben. Richtig geregnet hatte es seit Beginn des Urlaubs nicht ein mal, lediglich an 2-3 Tagen mal ein kurzen Schauer. Diesmal hingen die grauen Wolken jedoch fest in den Bergen um uns herum und ließen die Sonne nur ganz selten durchscheinen.


Wir machen uns auf den Weg Richtung Oslo, die E6 weiter an Lillehammer vorbei. Die Landschaft ist nett, oft werden wir begleitet von einem Fluss. Dann beginnt es jedoch wieder zu regnen und hat sich vor Lillehammer richtig eingeregnet. Für die Fahrt in der Bob-Bahn sind wir eh zu spät dran, das geht nur in der Sommersaison bis August. Aber auch die Fahrt mit der Actionseilbahn über die Schanze in Lillehammer fällt ins Wasser. Obwohl ich wirklicher Olympiafan bin, haben wir aufgrund des Wetters wenig Lust, überhaupt in Lillehammer anzuhalten, da die grauen Wolken auch keinen Blick auf die Schanze offenbaren.


Also weiter Richtung Oslo, das ja sicher einiges mehr zu bieten hat. Da kann etwas mehr Zeit ja sicher nicht schaden. Auf einer Raststätte halten wir an und machen Mittagspause. Zum dritten Mal treffen wir hierbei ein Pärchen aus Düren, das offenbar eine ähnliche Route gefahren ist, wie wir. Lustig. Uwe ist übrigens ein noch begeisterer Fotograf als ich und hat großartige Bilder von diesem wunderschönen Land gemacht sowie einen schönen Reisebericht im Norwegen-Forum eingestellt.


Wir überlegen, wo wir das Womo abstellen und entscheiden uns für den Campingplatz Ekberg aus dem Reiseführer. Der hat eine gute Busanbindung in die City. Allerdings soll er  laut Reiseführer nur bis Ende August offen haben. Da einige der Reiseführer-Infos ja nicht mehr aktuell waren, schauten wir lieber selbst, ob die Infos aktuell sind und um dann ggf. dann einen anderen Platz anzufahren. Dies dürfte günstiger sein als bei der Museumsinsel das Womo kostenpflichtig zu parken und dann mit der Fähre ins Zentrum überzusetzen, wie zuerst geplant.


Dies auch, da zwischenzeitlich wieder die Sonne strahlt, für morgen aber 90% Regenwahrscheinlichkeit vorausgesagt ist. Der Campingplatz ist tatsächlich seit dem 1.9. geschlossen, jedoch befindet sich kurz davor ein Parkplatz hinter einer Bushaltestelle. Wir beschließen, das Womo hier erstmal kostenlos abzustellen und mit dem Bus ins Zentrum zu fahren, der direkt davor hält. Wir steigen in den 34er und kaufen mangels App die Tickets beim Busfahrer. Kostenpunkt pro Nase 50 NOK.


Wir sind etwas verwundert, hatten wir doch vorher 30 NOK pro Erwachsenem gelesen. Die Fahrt dauert knapp 10 min bis zum Busbahnhof, der nahe am Zentrum liegt. Von hier aus spazieren wir bei tollem Wetter und mit der Karte aus dem ADAC Tourset und dem Sohn im Kinderwagen los. Wir sind dennoch für etwaigen Regen gerüstet, der angesagt war und sich auch in deutlich grauen Wolken am Stadtrand ankündigt.


Unser Weg führt uns an der futuristischen gestalteten Nationaloper vorbei auf die Karl Johans Gate, die eigentliche Shoppingmeile in Oslo. Hier reihen sich bekannte und weniger bekannte Geschäfte aneinander, mittendrin plötzlich der Dom. Als Kölnerin gibt es nicht viele Kirchen, die mich beeindrucken können - auch diese hier von außen nicht.






Die Straße führt allerdings direkt auf den Königspalast zu noch an dem Regierungssitz vorbei. Nett ist es hier. Die grauen Wolken kommen näher, aber wir spazieren schnurstracks weiter zum Königspalast. Die Fahne auf dem Dach zeigt, dass der König auch anwesend ist. Wir sind erstaunt, wie nahe man heran darf. Keine Zäune. Lediglich vor der Tür patrouillierte ein (!) Wachposten. Am Palast vorbei geht es in den Schlossgarten. Wir laufen 5 m unter den Fenstern des Palastes entlang, können durch die Fenster Flure, Büsten und Kronleuchter erkennen. Da gleiche hinter dem Schloß. Erstaunlich, wie wenig sich der König abschottet.


Nun haben uns die grauen Wolken eingeholt und es beginnt, richtig zu regnen. Wir gehen in ein Café "Pascal" an der Henrik Ibsens Gate unmittelbar am Schloss in Richtung Hafen und wollen abwarten, ob sich die Wolken verziehen. Ganz unkompliziert stellt der Kellner einen Tripp Trapp an einen Tisch für den Sohn. Wir trinken in nettem Ambiente einen Cappuccino und eine heiße Schokolade. Auf die vielen lecker aussehenden Petitfours, Konfekte etc. verzichten wir mangels Appetit.


89 NOK für die Getränke, etwas über 10 EUR. Nun ja, wir hatten eigentlich nichts anderes erwartet. Und die restlichen Kronen müssen wir ja auch noch ausgeben. Ein kurzes Gespräch mit dem Kellner und die Frage woher wir kommen, lässt uns erfahren, dass die Managerin des Cafés aus Bonn kommt. Viel Deutsches kann man in Norwegen finden - trotz der unrühmlichen Vergangenheit im zweiten Weltkrieg.


Der Regen lässt nicht nach. Also machen wir uns grobe Richtung auf den Rückweg und erkunden noch ein wenig die Stadt. Am Hafen suchen wir die Aker Brygge und denken, es handele sich um eine Brücke. Einen Blick in die Tourset Erklärungen zeigt, dass wir lange nach einer Brücke suchen können, obwohl es dergleichen viele kleine gibt. Das Viertel heißt schlicht so. Schick und trendig sind die dortigen Bürogebäude und Restaurants, hier und da mit Kunst gespickt. Eine Szeneviertel, das einen Spaziergang wert ist.



Mit Sonne bestimmt netter


Wir sind mittlerweile richtig nass, aber die vor dem Urlaub noch erworbenen neuen Jacken halten, was sie versprechen und bleiben dicht. Jeans und Turnschuhe dagegen nicht. Die Festung Akershus sehen wir vom Hafen von weitem, das muss bei dem Wetter reichen. Auf dem Rückweg sehen wir noch das Nationaltheater, das rote Rathaus und nehmen schließlich vom Busbahnhof den 34er zurück zum Womo Stellplatz.


Diesmal kaufen wir vorher am U-Bahn Automaten in der Nähe die Tickets für 30 NOK. Die 20 NOK Differenz im Vergleich zur Hinfahrt entstehen durch den Aufschlag, wenn man sie erst beim Fahrer kauft.


Zurück am Womo beschließen wir, die Nacht einfach auf dem Parkplatz vor dem Ekberg Camping stehen zu bleiben.


Festzustellen ist: das Zentrum von Oslo gefällt uns: eine moderne Großstadt mit ihren historischen Sehenswürdigkeiten. Die Stadt ist gut barrierefrei eingerichtet, mit dem Kinderwagen unterwegs sein klappt problemlos. 

Es fällt auf, dass hier noch mehr Elektromobile als in Trondheim unterwegs sind. Alle Nase lang fahren Teslas, Nissan Leafs oder BMW i3 vor oder hinter uns herum. Die Steuerfreiheit, Mautfreiheit und günstiger Strom wirken sich offenbar positiv aus. 





Da das Wetter morgen genauso bescheiden sein soll, werden wir doch noch die Museumsinsel anfahren und eine spontane Entscheidung für eine der beiden Fähroptionen treffen. Wir sind immer noch unentschieden.


Tag 18: Olso 2 von 3



Die Nacht und der Morgen waren immer noch von Regen geprägt. Richtiges Wetter für den Besuch der Museumsinsel Bygdoy. Erst gehen wir ins Fram-Museum. Eintritt 80 NOK p.P. und für die internetsüchtigen freies WLAN. In dem Gebäude mit Spitzdach kann man das Polarforschungsschiff Fram besichtigen, mit dem die Norweger ihre Touren zu Nord- und Südpol unternommen haben. Man kann es sogar betreten und sich ein Bild davon machen, wie die Forscher auf ihrer bis zu 5 Jahre dauerenden Fahrten gewohnt haben.

Wozu ein Hausboot, wenn man ein Boot im Haus haben kann?





Hier parken war mit 30 NOK pro Stunde recht teuer. Das Museum ist schön. Wir sind nur wegen Parkuhr und Quengelkind schon nach 1h raus. Zeitansatz sonst mind. 1,5 Std. Beim Wikingerschiff-Museum war das Parken mit 8 NOK pro Stunde viel günstiger. Eintritt auch nur 60 NOK p.P. Im Museum kann man vier ausgegrabene Wikingerschiffe besichtigen, die als Grabbeigabe vergraben wurden und deshalb außergewöhnlich gut erhalten waren.




Praktisch - wie auch schon im Fram-Museum gibt es kostenfreies WiFi-Internet. Hier sogar mit MP3-Audioguide zu den Schiffen. Hoffentlich nehmen immer mehr Kuratoren dieses Konzept auf.


Mittlerweile war das Wetter wieder besser und weiteres Sightseeing möglich. So änderten wir die eigentlich doch aufgrund des Wetters bereits auf Larvik gefallene Entscheidung doch wieder auf Oslo und verlegten das Sightseeing wieder nach draußen.


Es ging hoch zur Sprungschanze Holmenkollen, wo man nicht nur eine tolle Aussicht auf die Schanze und die ganze Stadt, sondern noch ein kleines Ski-Museum, hat. 120 NOK p.P., die sich gelohnt haben. Dazu kommt ein großer Souveniershop, aus dem nun doch ein Norwegerpulli noch den Weg in unser Gepäck gefunden hat. Hier trafen wir auch unseren ersten Elch - leider nur ausgestopft.


Flugstunde über Olso




Flugstunden über der Sprungschanze



Danach fuhren wir runter zum Vigelandpark mit den Skulpturen vom Künstler Vigeland, der mit seinen Plastiken Menschen in unterschiedlichen Posen darstellt. Sehr beeindruckend und jeweils einen ausführlichen Blick wert. Das dauert aufgrund der Anzahl der Skulpturen wieder ein wenig, aber das kommt einem nicht so vor, da man dabei noch durch schöne Grünanlagen spaziert.
Und wir hatten den halben Tag noch mit Oslo-Sightseeing gefüllt, statt auf der Fahrt nach Larvik unsere Zeit zu verbringen.









Wenn aber nicht schon der einsetzende Regen deprimierend war, dann waren es die supersportlichen Norweger. Wir sahen sie im Park und auf dem Berg dem Wetter trotzend beim Joggen, Sommerlanglauf oder sogar Functional Training. 

Unser Parkplatz für die Nacht war dann direkt neben der Holmenkollen Sprungschanze. Hier dürfen WoMos tatsächlich bis zu 48h stehen und man hat einen tollen Blick über Oslo bei Nacht. Dass das Smartphone das WLAN Passwort vom Museum noch kannte, war ein nettes Plus und half bei der weiteren Reiseplanung.


Holmenkollen bei Tage


Holmenkollen in der Nacht



Tag 19: Olso 3 von 3 - Kiel



Statt um 5 Uhr aufzustehen, wie es für die Fähre in Larvik notwendig gewesen wäre, schlafen wir gemütlich aus und starten ausgeruht in den Tag. Das nächtliche WLAN hat dafür gesorgt, dass wir noch eine Entsorgungsstation raussuchen konnte Nach 3 Tagen Wildcamping fängt unser Schmutzwasser mal wieder an zu muffeln . Deshalb wollen wir es auf jeden Fall vor der 20 Std. Fährfahrt loswerden. Wir entsorgen unser Wasser bei dem Womo-Stellplatz am Yachthafen kurz hinter der Museumsinsel. Der Toilettencode wird nur mündlich überliefert.


Am Fährkai der Colorline angekommen trifft uns beim Ticketkauf zweimal der Schlag: Das erste Mal bei der Aussage der Mitarbeiterin am Kassenhäuschen "Ich muss mal sehen, ob überhaupt noch ein Platz frei ist". War es glücklicherweise in der Nebensaison. Der zweite Hammer kam dann: Unsere Entscheidungsfreiheit anstatt einer Vorbuchung der Tickets im Internet von Trondheim aus kostet uns statt ca. 450 EUR nun ca. 650 EUR. Nun ja, jetzt nutzt es nix mehr.

Color Magic


An Bord angekommen merken wir allerdings schnell, dass einem hier für einen Tag ein Kreuzfahrtfeeling geboten wird - inklusive Shopping-Mall, Showprogramm, Schwimmbad und Nachtclub. Beim Auslaufen versammeln sich viele auf dem Sonnendeck. Zum Abschied aus Oslo scheint wieder die Sonne, so dass wir erstmal unsere Jacken ausziehen können.

 
Wir winken Olso zum Abschied


Mit dem Wetter haben wir sowas von Glück gehabt. Auf dem Sonnendeck haben die Deutschen natürlich keine Liege mehr freigelassen, so dass wir die Ausfahrt aus Oslo durch den Fjord auf ein paar Stühlen genießen.
Flugstunde auf dem Sonnendeck/Hubschrauberdeck

Eigene Amüsiermeile auf der Fähre

Entspannung auf dem Hubschrauberdeck


Nettes Ambiente für ein Fischbrötchen


Das Essen ist trotz des stolzen Fährpreises tatsächlich nicht inbegriffen. Die Hamburger kosteten jedoch nicht die Welt und sorgten dafür, dass man sich nicht am All-inklusive-Buffet weit über den Hunger den Bauch vollschlägt. Das kennen wir schon von unserer Kreuzfahrt durch Karibik und Amazonas mit der AIDA (AIDA = Abnehmen Ist Danach Angesagt).

AIDAaura im Hafen von Oslo


Der Tax-refound an Bord funktioniert auch einwandfrei und macht den Preis für den gekauften Norwegerpullover wieder ein wenig günstiger. Diesmal ist die See ruhig, dass wir kaum merken, dass wir auf einem Schiff fahren. Alles in allem in jedem Fall der entspanntere Heimweg.


Tag 20: Kiel - Köln



Die Ankunft ist erst einmal wieder ein Kulturschock. Nach dem entspannten Cruisen auf norwegischen Landstraßen hatten wir wieder den “normalen” Verkehr. Durch Baustellen, Brummis und Schnellfahrabschnitte war im Gegensatz zum Dauereinsatz  in Norwegen an den Einsatz des Tempomats kaum zu denken. Allerdings war es natürlich auch schön, an den freien Autobahnabschnitten wieder mit 130 km/h der Heimat entgegenstreben zu können. So überwindet man große Entfernungen deutlich schneller. Die Fahrt ging gut - bis 15 km vor Köln, für die wir dank Berufsverkehr allein knapp 1,5 Stunden brauchten.

Die 4.000km sind überschritten


Nach der Ankunft war allerdings keine Entspannung angesagt, sondern die komplette Endreinigung des am nächsten Morgen abzugebenden Wohnmobils. Ganz schön heftig, wieviel Zeug sich in 3 Wochen trotz zwischenzeitlicher Reinigungen so ansammeln kann. Aber dafür war die Rückübernahme bei McRent am nächsten Morgen problemlos. So konnten uns mit Wehmut von unserem wirklich schönen GlobeBus T4 verabschieden.


Ach ja - zuhause in Köln ist es auch ganz nett

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Norwegen mit Wohnmobil und Baby - 6/6 - Nachlese

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