Sonntag, 20. Januar 2013

Urlaubsdoku mit MobilyTrip - mit AIDAvita zum Amazonas

Wie lässt man seine Freunde und andere an den Erlebnissen des Urlaubs teilhaben? Diashows oder laaaange Videoabende sind die Klassiker. Fotobücher, Online-Gallerien oder eigene Blogs sind da schon moderner. Eine praktische Alternative sind jedoch Reiseblog-Apps. Sie nutzen die Vorteile von modernen Smartphones, die das Erfassen von Fotos, Videos, GPS-Orten und Texten direkt vor Ort erlauben.







Ich habe mal auf Empfehlung die App MobilyTrip getestet.
Hier ist das Ergebnis meiner Reise mit der AIDAvita von der Karibik zum Amazonas:

Kreuzfahrt Karibik und Amazonas mit AIDAvita (externer Link)

 

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Positiv fiel mir auf:
  • Offline-Modus erlaubt das Arbeiten im Ausland ganz ohne teure Online-Anbindung über Roaming. Man kann also erstmal fleißig Eindrücke sammeln und sie dann hochladen, wenn man über einen WLAN-Hotspot wieder kostengünstig ins Netz kommt. Für langsame Urlaubs-Hotspots gibt es sogar die Möglichkeit, die Bilder erstmal in reduzierter Auflösung hochzuladen und sie dann nach der Rückkehr in voller Größe nachzuliefern.
  • Dokumentation der Etappen noch während der Reise spart Zeit und ermöglicht zeitnahes Aufzeichnen von Eindrücken - dank Smartphone-App auch ganz ohne PC oder Tablet.
  • Automatische Geolokalisierung der meisten Bilder
  • Wegaufzeichnung von Trips möglich. Das Blog zeigt dann die Karte an und errechnet die zurückgelegte Strecke. Das können SpezialApps wie EasyTrails zwar besser, aber ihnen fehlen eben die anderen Features der ReiseApp.
  • Automatische Ergänzung von Metadaten (z.B. Entfernungen, Landesflaggen)
  • Differenzierte Privatsphären-Kontrolle. Man kann jedes Foto unterschiedlichen Gruppen zuordnen (öffentlich, beschränkt, privat). So kann man den Reisebericht allgemein erstellen und Fotos (z.B. Gesichert oder Poolbilder) entsprechend nur einem begrenzten Kreis zur Verfügung stellen.

Negativ fiel mir auf:
  • Die Cloud löscht nichts. Wer in der Suche mal "Amazonas" eingibt, findet meine eigentliche Reise sowie zwei vor der Reise angelegte Testjournale. Die sind eigentlich als gelöscht markiert, aber MobilyTrip speichert sie weiter und zeigt sie in der Suche an.  Der Inhalt an sich ist zwar nicht aufrufbar, aber einen faden Beigeschmack hinterlässt es schon.
  • Bei Anmeldung mit dem Facebook-Account ist auch das Konto gleich verknüpft. Selbst wenn man sich bemüht, überall das Posten auf der eigenen Pinnwand zu verhindern, scheint Mobilytrip dennoch was zu posten. Das ist vielleicht schön, wenn man die Freunde direkt per Facebook an der Reise teilhaben lassen will. Das ist aber unschön, wenn man nicht 300 entfernt Bekannten mitteilen will, dass gerade die eigene Wohnung für 1-3 Wochen unbewohnt sein wird (unbewacht ist sie nicht, dafür gibt es ja Kameras).
  • Wenn man per App nachträglich Bilder und Texte ergänzt, wird ein per Webbrowser editierter Text einfach gelöscht.
  • Angeblich kann man den Reisebericht ganz einfach über den "Share"-Button in ein Blog einbinden. Der findet sich aber nicht. So bleibt es erstmal beim klassischen Verlinken.
  • Die App ist nicht ganz stabil. Sie stürzte immer wieder beim Speichern ab. Hoffentlich bessern hier die Entwickler nach.

Der Gesamteindruck ist aber positiv. Dank MobilyTrip habe ich schon einen Tag nach der Rückreise einen ersten Reisebericht, ohne dass ich erst wochenlang brauche, bevor die 45 GB an Bildern und Videos von meiner Lumix ausgewertet, geschnitten und entwickelt (RAWs, HDRs) sind.

Update Mai 2013:
Mittlerweile sind die ersten Bilder und Videos der Panasonic Lumix FZ150 auf dem Rechner. Hier ein erster Videoeindruck der Karibikinsel St. Maarten / St. Martin: 




DIE Alternative zur App: Smartphone daheim lassen, den Steg bis zum Ende rennen und dann per Arschbombe ins Meer springen. Das kann man dann zwar den anderen nicht zeigen, aber man selber vergisst diesen Moment NIE wieder.


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