Dienstag, 13. Januar 2015

Was tun gegen Deutschlands Rückstand im Breitband Wettbewerb?

Deutschland fällt bei der Leistungsfähigkeit seiner Breitband-Anschlüsse im internationalen Vergleich immer weiter zurück. Das beschreibt der Journalist Holger "Netzökonom" Schmidt in seinem Blog. Er hat dazu eine Analyse auf Basis des Akamai-Reports “State of the Internet” (PDF) durchgeführt.

Die Geschwindigkeit der Festnetzverbindungen steige ihm zufolge bei uns zwar um durchschnittlich 13,8 Prozent im Jahr, aber die meisten anderen Länder bauten ihr Internet deutlich schneller aus. In China zum Beispiel beträgt die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate 33 Prozent. In Schweden sind es 29 Prozent, in Israel 27 Prozent. Auch Länder wie die USA und Großbritannien, die ohnehin schon schnellere Internetleitungen haben, bauen ihre Kapazität deutlich rascher aus als Deutschland,

Diese Woche hat Präsident Obama das Ziel zum Ausbau von Anschlüssen von über 1 GBit/s sogar zur Chefsache gemacht und dabei das Problem gut heruntergebrochen. Im Alltag nervt das kleine drehende Kreisding, das beim Anschauen von Videos über langsame Verbindungen auftaucht. Aber am Ende geht es um die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft eines Landes. Vom kleinen Online-/Offline-Blumenhändler um die Ecke bis zum Industrie-4.0-Konzern:


Wie kann man das also befördern? Da unser Internetminister Alexander Dobrindt (CSU) ja nun mit der durchgedrückten PKW-Autobahnmaut alle Bayern, Nicht-Bayern und Ausländer gestraft glücklich gemacht hat, erwarte ich von seiner Seite in konsequenter Weise Vorschläge für eine Ausländerdatenmaut zur Breitbandförderung. So könnte das aussehen.



Montag, 12. Januar 2015

Quizduell - Geständnis eines trockenen Quizzoholikers


Zeugnis meines Aus- und Abstieges
Ich mag das Spiel Quizduell sehr. Endlich hat es einen Nutzen, die Podcasts von WDR 5 Leonardo oder BR radioWissen abonniert zu haben. Es lässt einen die Vorbilbe "Un" von Unnützes Wissen vom streichen. Quizduell ist ein wunderbares Ventil für reflektierte Klugscheisser, die nicht ständig ihr Umfeld mit scheinbar wahllos in Gespräche eingebrachte  Fakten nerven wollen. Blogs und Vlogs erfüllen übrigens diese Funktion auch großartig.  Nicht wahr, Dr. Sheldon Cooper?

Das Quizzen ist allerdings auch ein gieriger Lebenszeitfresser. Es kann sich zu einer ernsthaften Sucht ausweiten. Und ich gestehe:
Hallo. Mein Name ist Warumduscher und ich bin trockener Quizzoholiker.

Selbst wenn ich kein Top50-Spieler war, war es schmeichelhaft, irgendwann mal Platz 4252 von seinerzeit knapp 10 Millionen Spielerinnen und Spielern inne zu haben. Neue Siege gegen Facebook-Freunde oder Unbekannte ließen stets frische Glückshormone in die Blutbahn rauschen. Perfekte Spiele (alle Fragen richtig) waren sowas wie ein Mega-Kick. Deshalb hielt ich den Nachschub auch über viele parallele Quizrunden am Laufen.

Wie sich das weiter entwickeln kann, beschreibt extrem deutlich die Website des Quiz-"Aussteigers" Schachmatt. Er erklärt auf seiner Seite Ex-Quizzer über das etwas verwirrende Ranking-System. Eine schwerpunktmäßige Vergabe von Ranking-Punkten für unerfahrenere Spieler sorgt dafür, dass man als Einsteiger schnell aufsteigt, aber dann mit mehr Erfahrung ganz schön was tun muss, um dann weiter Punkte zu sammeln. Das ist quasi das Anfixen.

Dienstag, 6. Januar 2015

Xing-Profilbesucher als Basismitglied identifizieren


[Edit Juni 2019: Die hier beschriebene Methode funktioniert nach einigen Jahren nun nicht mehr, da Xing die "Lücke" nun geschlossen hat. Der Blogpost hat also nur noch dokumentarischen Charakter, um die Leser durch Beispiele der Vergangenheit zu kreativen Lösungen in der Zukunft zu inspirieren.]

Ich bin schon seit 2004 Mitglied beim Business Netzwerk Xing (bzw. seinem Vorgänger openBC) und schätze diese Plattform für das Pflegen von geknüpften Geschäftskontakten sehr.

Ich schalte dort für mich phasenweise auch immer wieder ein Premium-Abo frei, da man darüber viele praktische Funktionen und Vorteile im Zugriff hat. Sie sind aber nicht immer für mich relevant, so dass ich auch über längere Phasen die kostenfreie Basismitgliedschaft nutze.

Ein Nachteil der Basismitgliedschaft ist, dass die Besucherliste nicht viele Details über die Besucher preisgibt. Nicht einmal den Namen erfährt man. Wenn man nun aber mit so einer ausgeprägten Neugier gestraftsegnet ist wie ich, dann kann das einen manchmal schon ganz schön ärgern.

"Irgendwoher kenne ich das Gesicht, aber mir fällt der Name dazu einfach nicht mehr ein..".

Daher fragte ich mich, ob es nicht eine Möglichkeit gäbe, auch ohne Premium-Mitgliedschaft an den Namen des Besuchers heranzukommen. Immerhin wurde ja ein individuelles Profilbild mitgeschickt. Steckt da vielleicht in seiner Adresse ein Hinweis auf den Besucher?

Um es vorwegzunehmen: Ja, da steckt einer.

Dienstag, 22. Juli 2014

Samsung NX30 im Test - Teil 8 - Fazit: hochbegabte kleine DSLR-Schwester


Inhaltsverzeichnis des Tests
Teil 1 - Vorschau
Teil 2 - Unboxing und Installation
Teil 3 - Nachtfotografie
Teil 4 - ISO-Test
Teil 5 - Das ist alles nur ge-Cloud
Teil 6 - Lightroom - Beifall für die Beigabe
Teil 7 - Objektiv(e) gesehen
Teil 8 - Fazit: hochbegabte kleine DSLR-Schwester

Fast über einen Monat lang hatte ich die die Samsung NX30 Smart Camera im Test. Das ist mein Fazit in einem Satz:

Die Samsung Smart Camera NX30 ist für mich die hochbegabte kleine Schwester der Spiegelreflexkamera, die hohe Bildqualität sowie kommunikative Kompetenz vereint und dabei noch 3-fach scharf ist (Display, Sensor und Verstand).

Im Folgenden beschreibe ich, was mir besonders gut gefallen hat und wo Samsung noch Nachholbedarf hat. Basis sind die vielen Testbilder, die Bewertung der Kamera-Software und der Zusatzsoftware Lightroom. Da ich bislang keine andere Systemkamera getestet habe, halte ich mich mit Vergleichen zurück und beschreibe einfach meine Eindrücke.

Mehr Foto oder Video?

Eigentlich bin ich ja mehr der "Video-Macher". Aber diese Vorliebe kann ich meist nur im Rahmen von Events oder Reisen ausleben. Einfach nur so Filmen ist irgendwie zu langweilig. In dem Testzeitraum gab es leider keinen großen Anlass zu Filmen. Deshalb habe ich viel mehr als sonst fotografiert. Das hat mir großen Spaß gemacht und auch gezeigt, wie sehr ich diesen schönen Teil des Hobbies aus den Augen verloren hatte. Aber ganz auf Videos konnte ich doch nicht verzichten. Ich habe per eingebautem Intervall-Timer der Kamera ein Zeitraffer-Video gebastelt. Dadurch werden Dinge sichtbar, die ein einzelnes Bild einfach nicht ausdrücken kann (siehe vor allem das Ende des Videos):



Freitag, 18. Juli 2014

Samsung NX30 im Test - Teil 7 - Objektiv(e) gesehen


Inhaltsverzeichnis des Tests
Teil 1 - Vorschau
Teil 2 - Unboxing und Installation
Teil 3 - Nachtfotografie
Teil 4 - ISO-Test
Teil 5 - Das ist alles nur ge-Cloud
Teil 6 - Lightroom - Beifall für die Beigabe
Teil 7 - Objektiv(e) gesehen
Teil 8 - Fazit: hochbegabte kleine DSLR-Schwester

Nach Testbildern und der Würdigung von Lightroom als wichtigstes Zubehör gehe ich noch auf die verfügbaren Objektive für die Samsung NX30 Systemkamera ein. Samsung hat hier mit dem NX-Bajonett ein eigenes Format eingeführt.

Es zeichnet sich gegenüber anderen Systemkameras durch eine etwas größere Bajonett-Öffnung aus und erlaubt die Nutzung iFn-Funktion. Mit dieser lassen sich über das Objektiv Werte für Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert umstellen. Für Fans klassischer Fotografie kann eine Kamera gar nicht genug Spezialrädchen haben, um genau diese Dinge einzustellen. Wer aber eine Weile darüber nachdenkt, wird die Lösung von Samsung ganz pfiffig finden, dass man dieses alles machen kann, ohne den Blick vom Sucher und mit den Händen umgreifen zu müssen.

Wer es anders mag, kann bei der NX30 natürlich auch über 2 Räder zumindest Belichtungszeit und Blende einstellen, ohne den Blick vom Motiv nehmen zu müssen.

Nachteil des Sonderweges ist, dass man auf die Objektive des Herstellers angewiesen ist. Hier bietet Samsung deutlich weniger an als Canon oder Nikon, bei denen der Markt auch noch für Dritthersteller wie Sigma oder Tamron groß genug ist. Die NX-Serie ist hier mehr ein Nischenprodukt. Aber Nische muss ja nichts schlechtes sein. Als social media Fan finde ich es toll, ein tolles am See geschossenes Bild gleich bei Facebook einstellen zu können.

Während andere die Bilder erst mühsam die Bilder daheim von der SD-Card herunterkopieren, habe ich schon meine ersten 20 Likes zusammen. Und seien wir mal ehrlich - nur für uns alleine machen wir die Bilder so gut wie nie. Der Zuspruch von Freunden oder anderen ist ein extrem großer Motivator für das Hobby.

Die NX30 bietet aber eben mit seinen Wechselobjektiven eine ganz andere Bildqualität als so ein Smartphone und hebt die social media Bilder damit auf ein ganz neues Level.