Montag, 6. Juli 2015

Digitale Passbilder bei der Internetstadt Köln Version 0.9 - tolle Idee, jecke Umsetzung

Die Stadt Köln bietet seit dem 2.5.2014 an, die für den Ausweis notwendigen Passbilder rein digital an das Amt zu übermitteln. Das ist in der Theorie eine großartige Idee.

So sähe mein Ideal aus:
Während ich in der Wartehalle sitze und weiß, dass ich wegen der 5 Leute mit Wartemarken vor mir noch ca. 1h brauche, um zu dem Sachbearbeiter zu kommen, der wirklich arbeitet und nicht mit den Kollegen einen Plausch hält, kann ich die Zeit nutzen, um das notwendige Bild für einen Pass selber zu produzieren:

1. App downloaden (0 €)
2. Selfie mit Biometrie-Schablone machen
3. Vom Sachbearbeiter Transaktionscode bekommen
4. Per App das Bild übermitteln. Fertig.




Möglich wären also:

  • Toller Bürgerservice
  • Sehr kostengünstiges Verfahren für das Amt (Scannen fällt weg) und den Bürger (Papierfoto fällt weg)
  • Kein Qualitätsverlust durch erneutes Scannen
  • Wiederverwendbarkeit der Bilder für mehrere Ausweise


OK. Die so innovativ ist die Internetstadt Köln dann doch wieder nicht.


Samstag, 27. Juni 2015

Nur kostenloses Internet? Alles kostenlos!

In diesem Blogpost zeige ich mich begeistert, dass immer mehr Initiativen sich um Netzzugänge für alle Bürger bemühen. Dagegen zeige ich aber auch erschüttert auf, dass wir mit der Forderung nach kostenlosem Internet für dumm verkauft werden.
Frühe Shareconomy. Leider nicht kostenlos.

Am 24.06.2015 gab es eine gemeinsame Entschließung der Fraktionen von SPD, Grünen und Piraten im Landtag NRW zum Thema Freifunk. Dazu erklärt die SPD Landtagsfraktion auf Ihrer Website: "Freifunk in Nordrhein-Westfalen: Bürgernetze ausbauen und weiter stärken (...) Dabei handelt es sich vor allem um kostenloses Internet - immer und überall. 

In der detaillierteren Drucksache 16/8970 steht sogar explizit:
Der Landtag fordert die Landesregierung vor diesem Hintergrund auf: (..,) Freifunk-Initiativen in den kommenden Jahren finanziell beim Aufbau einer zukunftsfähigen technischen IT-Infrastruktur zu unterstützen.


Eigentlich eine coole Idee und etwas, das ich in einer ähnlichen Form auch selber jahrelang beim Studium an der Freien Universität Berlin nutzen konnte (hach ja, die gute, alte Zentrale Datenverarbeitung ZEDAT). So werden Wissen, Informationen im Netz frei und offen teilbar.

Also alles supi im Freifunk-Neuland?



Leider nicht ganz. Es gibt ein Problem. 

Mittwoch, 3. Juni 2015

Warum der Warumduscher SEO traurig ist

Ich liebe die Google Suchmaschine seitdem ich ehemaliger Nutzer von Altavista und Metacrawler die Power des neuen Suchmaschinenstars am Webhimmel erfahren habe.

Wer seine Website für Suchmaschinen optimieren will (SEO = search engine optimiziation), muss viele kleine Dinge berücksichtigen, um sein Ranking im Weiten Weiten Web zu verbessern.

Ich habe schon bei der Namenswahl einen Kardinalsfehler gemacht:
Meine kreative Wortkonstruktion "WarUmduscher" (hier erklärt).

Im Rahmen einer verbesserten Nutzererfahrung hat Google nämlich irgendwann angefangen, typische Vertipper rechthaberisch zu korrigieren. Das trifft nun meine auch Website bzw. ihren Domainnamen. Wer direkt nach nach Warumduscher sucht, bekommt gleich oben mein Blog anzeigt. Vermutlich ein Vorteil, dass ich mich mit Blogger für die Plattform entschieden habe, die Google gehört.

Sonntag, 24. Mai 2015

Ich lachte über Buzzfeed und Heftig. Was aber dann geschah, ist unglaublich ... nervig.

Heute versuche ich mich an einer kritischen Betrachtung des Bodensatzes des Internetjournalismus:
Clickbaiter und Content-Parasiten.

Gestern setzte ich diesen Tweet ab:

Das war nur die Quintessenz eines längeren Leidensweges.

Dabei fing dieser doch so nett an. Im wundervollen Interview von Caspar "Leitmedium" Mierau mit
Dieses Bild soviel mit dem Thema zu tun wie
Buzzfeed mit Journalismus
Buzzfeed Germany Chefin Juliane Leopold hörte ich spannende Dinge. Diese Folge des Leitmotiv-Podcasts führt wunderbar durch die verschiedenen Stationen von Juliane Leopold als (Online)Journalistin. Es werden digitale Süßigkeiten, DDR Kindheit, Dark Social und Getting on diskutiert.

Anfangs fand ich die Inhalte von Buzzfeed ja auch immer wieder amüsant. Mit weiterer Verbreitung der Clickbait-Seiten, wurde ich jedoch immer genervter. Mir ging irgendwann auf, dass hier mit Buzzfeed, Diply, Heftig & Co. eine ganze Industrie rund um die Ausbeutung von Netzkulturschaffenden entstanden ist.

Leitmedium und seine über geborgenes Wachsen bloggende Frau warnen selber immer wieder vor nicht sofort offensichtichen Aspekten bei Dingen wie Babynahrung oder Kinderliteratur. Sowas ähnliches wünsche ich mir in Bezug auf Buzzfeed.  Ich nehme die Seite jetzt mal als das prominenteste Beispiel für eine Nische in der Medienlandschaft, in der sich auch Heftig.co, Diply und andere tummeln.

 Blog design by Template Faerie.