Eine persönliche Würdigung und Nachruf - mit Bildern, Stationen & Erinnerungen. Magyar forditás / Ungarische Version: Gara Mihály – Egy élet másokért
Schriftliche Kondolenz an die Familie kann adressiert werden an:
Eine persönliche Würdigung und Nachruf - mit Bildern, Stationen & Erinnerungen. Magyar forditás / Ungarische Version: Gara Mihály – Egy élet másokért
Prompt in ChatGPT:
Schreibe im Schreibstil von http://www.warumduscher.com einen Blogpost. Du kündigst dabei an, dass Du die Deep Research Funktion von ChatGPT getestet hast. Menschen sollten nicht nur Nachrufe, sondern auch Vorrufe haben.
Ergebnis:
Neulich habe ich etwas getestet, das mir nicht nur den Kopf, sondern auch das Herz verdreht hat: die neue Deep Research Funktion von ChatGPT. Klingt erstmal nach einem Feature für Leute mit zu viel Zeit und einem Abo bei "Scientific American", ist aber in Wirklichkeit wie eine Mischung aus Detektiv, Biograf und bester Freund mit Internetzugang. Ich hab’s ausprobiert – und bin jetzt offiziell nicht mehr derselbe.
Bisherige Beiträge in dieser Reihe:
Aber von vorn.
Wir leben in einer Zeit, in der Menschen erst dann so richtig gefeiert werden, wenn sie schon nicht mehr mitfeiern können. Nachrufe – alle lieben sie. Die letzten Worte, die besten Taten, ein Leben in der Retrospektive, druckreif auf den Punkt gebracht. Nur: Warum zur Hölle machen wir das immer erst danach?
Ich sage: Wir brauchen Vorrufe!
Lebensbejahende, unverschämt ehrliche, gerne auch ein bisschen überschwängliche Texte, die Menschen feiern, während sie noch atmen, lachen und Kaffee verschütten können. Warum warten, bis jemand gegangen ist, um dann zu sagen, wie großartig sie oder er war?
Und genau hier kommt mein Selbsttest ins Spiel.
Mit ChatGPTs Deep Research habe ich mir ein Vorruf-Profil schreiben lassen – für jemanden, der mir nahesteht. Und verdammt: es war nicht nur akkurat, sondern auch emotional. Lebensdaten, Geschichten, Zitate, kleine Macken – alles da. Kein Algorithmus der Welt kann echte Liebe ersetzen, klar. Aber dieses Tool kommt verdächtig nah dran, wenn man ihm Herz und Kontext mitliefert.
Das Resultat? Eine Art digitaler Hochruf. Kein Pathos, kein Filter, nur echte Worte für einen echten Menschen – im Jetzt.
Also: Schreibt euren Freund:innen Vorrufe. Lasst eure Eltern wissen, was sie wirklich bedeuten. Verpasst euren Lieblingskollegen einen Text, den sie eigentlich erst nach dem Ruhestand bekommen würden. Es ist kein Nachruf, es ist ein Vorruf – und er gehört ins Leben, nicht ins Archiv.
Danke, Deep Research. Danke, ChatGPT. Und danke an alle, die da draußen noch sind.
Meta-Kommentar von ChatGPT:
Wenn du auch mal jemanden feiern willst, bevor es zu spät ist – ich zeig dir, wie’s geht. Spoiler: Es braucht nur ein paar ehrliche Gedanken und ein bisschen Mut. Und vielleicht ein Chatbot mit Gefühl.
| Michael - Feuerwehrmann in Düsseldorf |
Aus meiner Sicht waren es Nichtigkeiten oder gar Frechheiten, die sie da einforderte (z.B. dass aus ihrem Recht am eigenen Bild auch das Recht an allen von ihr gemachten Fotos resultiere, zumal sie ja All-Inklusive gebucht habe). Ich stempelte sie schnell als „Rich Girl“ ab, die keinen Cent zu dieser elternfinanzierten Reise zusteuert (und ja: 1h Gespräch mit ihrer Mutter bestätigten das).
Erst im Nachgang verstand ich: Sie weinte hier einem Wunschbild hinterher. Ihre Eltern arbeiten beide viel und hart. Deshalb sollte für sie diese knappe Urlaubszeit perfekt werden. Das hatte sie bei vielen Influencern auf Insta
Karriere oder Kinder? Wo setzen wir die Priorität? Diese und weitere wichtige Fragen warf letztens der Fotograf David Grigo aus Köln in einem Post auf. In diesem Beitrag spüre ich meinen persönlich Antworten auf dieses wichtige Thema nach.
David ist Vater von 3 Kindern, wobei die beiden jüngsten auch noch Zwillinge sind. Deshalb hat nochmal einen ganz besonderen Blick auf die Priorisierung. Deshalb hat er auch entsprechend gute Fragen zum Thema:
Mir gefiel dabei besonders, wie er voller Liebe die tollen Priorisierungsfähigkeiten seiner Frau betonte. Sie ist heute wie er Fotografin, aber hatte schon vor ihren Kindern früher mal als Kellnerin mit vielen Menschen zu tun, die mit eingeschränkter Empathie gleichzeitig nach ihrer Aufmerksamkeit verlangten. Seine eigenen hinterfragte er dagegen kritisch. Damit konnte ich mich gut identifizieren.
Es gilt jedoch auch: Lasst uns als „neue“ Väter nicht zu kritisch gegenüber unserer Rolle und Fähigkeiten sein. Wir sind an der Spitze eines Kultur- und Gesellschaftswandels.
Das alte patriarchale Ernährermodell unserer Eltern- und Großelterngeneration schwindet langsam. Unsere Frauen sind besser ausgebildet denn je. Somit verdient die Gesellschaft, dass auch ihre Teilhabe an Erwerbsarbeit größer wird denn je. Alles andere wäre Verschwendung von Talenten und Bildungsressourcen.
| Moderne Väter können auch toll "kochen" |
Wir Väter entdecken dafür, wie toll es ist, auch dank Elternzeit mit Elterngeld, einen größeren Anteil an Erziehungs- und Beziehungsarbeit zu übernehmen. Und auch - gerne vergessen - einen größeren Anteil an der Haushaltsarbeit.
Hier lerne ich beim Priorisieren täglich neues. Denn selbst wenn es hierfür aus dem Beruf gewisse Grundvorbereitungen gibt, bringt hier die Realität deutlich komplexere Situationen als man in Postkorbübungen im Assessment Center unter Anwendung der Eisenhower-Matrix je zum Einsatz lässt.
Was, wenn am Tag einer wichtigen Vorstandspräsentation zum Projektbudget oder einem Businessshooting das Kind krank wird? Trotz aller Modernität ist da immer schnell die Frage im Raum:
Kann hier nicht mal wieder die Mama einspringen?
Meine Antwort lautet dann meistens:
Nein, kann sie nicht!
Die liebende Mama ist nämlich Strafverteidigerin und hat heute vor Gericht einen Termin in dem es um die Verteidigung von Menschen gegenüber der mächtigsten und stärksten Institution auf dieser Erde geht: dem Staat. Was würde mein Vorstandsvorsitzender sagen, wenn seine eventuelle U-Haft in Unschuld verlängert werden müsste, weil seine Anwältin absagen müsste, um sich um die Rotznase des Kindes zu kümmern, die heutzutage einen Ausschluss von der Kita-Betreuung bedeutet?
| Während das Kind nebenan Handball spielt, macht Papa Werbefotos für Schwedenautos. |
Haben da Shootings oder Marketingprojekte wirklich Vorrang?
„Fun“ fact: Rein ökoonomisch wäre das bei uns sogar so: Der Gender Pay Gap ist mehr als real. Trotz formal geringerer Ausbildung ( ich: Abi und abgebrochenes Politologie-Studium; sie: 2. jur. Staatsexamen und 2 Fachanwaltstitel), verdiente ich lange auf Vollzeit gerechnet ca. 20% mehr als die beste Ehefrau von allen.
Warum? Die Feminismus- und Genderforschung hier ganz klar: Sie hat eine Gebärmutter und ich nicht. Dieses Organ und die daran geknüpfte gesellschaftliche Rolle bringen sie und ihre Chefs dazu, auf ihr Gehalt einen „Risikoabschlag“ auf Mutterschaft vorzunehmen.
Betriebswirtschaftlich erscheint es logisch. Volkswirtschaftlich ist es kritisch. Zivilgesellschaftlich sehe ich es als himmelschreiende Ungerechtigkeit.
Es wäre familienökonomisch für uns mit 2 Kindern sinnvoll, wenn sie mehr Erziehungszeit, mehr Teilzeit und mehr Familienzeit machen würde. Denn nicht erst beim Bezug von Lohnersatzleistungen ist mein Beitrag zum Familieneinkommen höher.
Diese Frage ist ein wichtiger Leitstern in meinem Leben. Denn dank ihm kommt immer wieder besagte Prio ins Spiel: Was ist mir und uns wichtiger? Geld oder eine gerechte Aufteilung der Familienaufgaben?
Bis zu einem gewissen Grundniveau ist die Antwort klar. Aber was, wenn Miete, Hypothekenzahlungen und Grundbedürfnisse dank des Doppeleinkommens gedeckt sind?
Optimiert und husselt man dann weiter, um einen großen Puffer für Wohneigentum, eine flexible und ökologische Familienfahrzeugflotte, immer teurere Familienurlaube in teuren Ferienzeiten und die steigenden Technikanforderungen heutiger Schule aufzubauen?
| Für mehr Entspannung als Papa: Der richtige Stuhl |
Ich habe mich für diesen Weg entschieden. Er ist keineswegs leicht. Aber er fühlt sich im Bauch absolut richtig an.
Wenn ich mit meinen Jungs Hand in Hand am Freitag nachmittag zum Supermarkt gehe, weil die Mama bei einer Pflichtfortbildung ist, platzt mein Herz vor Glück und Stolz.
Und ich bin mir dessen als Privileg bewusst, Eins das mein Papa mit viel Arbeit im Außendienst nie hatte. Im Gegensatz zu ihm habe ich meinen Hauptjob als Manager bei der Plusnet GmbH auf 80% reduzieren können. Sicher ein Vorteil von der Einbettung in Konzerne wie EnBW, die mit fast 25.000 Mitarbeiter:innen einfach viel familienfreundlicher sind als das kleine 3-Personen-Startup im Hinterhof. Als Sidepreneur-Fotograf bin ich ebenfalls zeitsouveräner und flexibler als viele meiner Vollzeitwettbewerber.
Das fällt einem nicht zu. Alles hat seinen Preis. Man bezahlt alles irgendwie in Form von (Lebens)Zeit, (Lebens)Qualität oder (Lebens)Budget. Schaue ich neidisch auf jemanden, der von einem mehr zu haben scheint, übersehe ich schnell, was sie/er dafür im Tausch opfern musste oder opfern wird.
Mein Fazit: Ich bin froh, dass wir Väter und Mütter mit viel mehr Selbstverständlichkeit unsere Aufgaben in Familie und Beruf fairer aufteilen. Das ist nichts, was einem leicht oder was einem zufällt. Es muss auf vielen Seiten ausgehandelt und organisiert werden. Das Ergebnis lohnt sich aber für mich: Eltern, die beide für ihre Kinder da sind und moderne Rollenvorbider abgeben können. Gleich ob für Töchter, Söhne oder diverse. Das Leben ist bunt und wer in der Rush Hour des Lebens weniger arbeitet, hat am Ende mehr davon.
Was wäre Dein Fazit? Mehr Arbeiten oder mehr Leben?
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