Samstag, 20. Juli 2013

Wieso nannte Kawasaki die Ninja 650R in Europa anders?

Bildherkunft: Wikipedia

Hier meine Theorie:

München, Oktoberfest 2005

Yoshida Kawasaki (Global Chief Sales Officer von Kawasaki Heavy Industries) und Xaver Pichlhuber (designierter Vetriebschef Europa) sitzen im Hippodrom-Bierzelt, schunkeln und trinken ein Bier nach der anderen. 
Oktoberfest: Quelle toller Ideen
Bilherkunft: http://www.flickr.com/photos/wolfworld/245358696/

Irgendwann meint ein angeheiterter Yoshida in besoffener Offenheit, dass der Name Pichlhuber sogar für eine Langnase ein ziemlich bescheuerter Name sei. Der angesprochene stimmt grundsätzlich zu (der Chef darf ja nicht das Gesicht verlieren). Er erwidert jedoch auch, dass man auch mit doofen Namen erfolgreich sein könne. Ein Beispiel sei der grüne Drachenfreund von Super Mario. YOSHIda versteht die Andeutung nicht, weil er bei Drachen nur an das Wappentier von Kawasaki denkt. Zum Glück. 

Leider bringen zu viele Maß und zu wenig Haxn als Grundlage Pichlhuber dazu, eine noch größere Dummheit zu begehen als den Chef zu beleidigen. Er schlägt diese fatale Wette vor:

Unser Vertrieb und Eure Motorräder sind so gut, dass wir diese auch mit doofen Namen verkauft bekommen.


Bildherkunft: Wikipedia
Wikipedias Bildlieferant: Warumduscher.com
Eigentlich braucht der Moppedmann aus dem Land der aufgehenden Sonne nur eine haltende Hand, um nicht voll auf die Sitzbank im Bierzelt aufzuschlagen (ABS = aktive Balancesicherung). Fatalerweise wirkt sein Griff nach der Hand seines neuen Duzfreundes wie ein kaufmännisches Einschlagen.

Xaver strahlt und bietet nun an, dass sie den europäischen Namen für ihr Bestseller-Modell, die Allrounder-Maschine Ninja 650R gleich hier und jetzt festlegen sollten. Yoshida solle einfach seine erste Idee sagen.

In dem Moment fühlte der angesprochene, dass eine unheilvolle Mischung aus Weißwürsten, Brezeln, Obazda, Schnaps und Weizenbier (Herrenchiemsee-Gedeck) den Rückwärtsgang einer Honda Goldwing auf die Verdauung übertrug. Während also Xaver der leidgeprüften Kellnerin einen Bleistift aus dem Holzvorderhüttn-Halter angelte, diktierte sein Chef unter den Tisch gebeugt:

Errrr-Söchs-Pffft. 


Und so kam es, dass die in Asien und Amerika mit dem großen Brand beworbene Kawasaki Ninja 650R in Europa den dämliche Namen ER-6F bekam.


Epilog
Diese bekam der im gleichen Zelt anwesende BMW-Technikvorstand mit. Er nahm an, gerade eine Kaizen 2.0-Demonstration gesehen zu haben. Also eine Kreativtechnik zur kontinuierlichen Prozessverbesserung, die Toyota zum weltweiten Branchenprimus gemacht hatte.

 Mia san mia und können sowas auch,

dachte er sich.
Das Ergebnis dieses Niveau-Limbos ist bei allen echten Bikern heute als BMW C1 verhasst:




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