Dienstag, 29. Oktober 2013

George Cloney geniesst statt Nespresso lieber Jacobs Momente

Wie? Der der coole Frauenschwarm George Clooney wird seinem Werbepartner Nespresso untreu?

So wie in dieser Werbeparodie auf Nespresso nicht der echte George Clooney auftritt, so meine ich natürlich auch nicht den echten George.


Wer die Titelzeile genau gelesen hat, hat schon erkannt, dass es hier Cloney statt Clooney hieß. Da steckt also das Wort "Clone" drin.

Genauso gibt es auch von Nespresso Clone, zu deutsch also Kopien.

Nachdem das Patent auf die „Nespresso"-Kapseln 2011 auslief, drängten immer mehr Firmen in den heiß umkämpften Portionskaffee-Markt. Neben dem Tchibo seinem System „Cafissimo", Nescafés "Dolce Gusto", hat nun nun Jacobs (Mondelez International) sein Kapselkaffee-Angebot erweitert.

Statt auf eigene Maschinen mit eigenem Kapselsystem setzen sie mit den „Jacobs Momente Espresso"-Kapseln ebenfalls „Nespresso"-kompatible Portionskaffee-Kapseln an. Ob man damit der eigenen Marke, der „Tassimo" Konkurrenz macht, wird die Zeit zeigen. Vermutlich machte man sich hier das kluge Apple-Motto zu eigen: "Klar kannibalisiert das iPhone unseren iPod. Aber lieber wir tun es als jemand anderes."

Hier soll es aber um die Vorstellung der vier neuen Sorten gehen.

Aktuell zur Markteinführung gibt es vier verschiedene Espresso-Sorten.




  • Dolce, mild und aromatisch, Intensität 3
  • Supremo, aromatisch, Intensität 5
  • Classico, vielschichtig, Intensität 7
  • Intenso, kräftig und tiefgründig, Intensität 9
Der Preisvergleich
Wer sich die Kapseln von „Jacobs Momente" zulegen möchte, der will natürlich wissen, was er für die verschiedenen Sorten investieren muss.
 Jede Packung enthält 10 Kapseln und schlagen mit 2,99 Euro zu Buche (im Großpack z.T. günstiger - z.B. hier bei Amazon) . Der Vorteil gegenüber den Kapseln von „Nespresso": Die „Jacobs Momente Espresso Kapseln sind auch in verschiedenen Super- bzw. Elektrofachmärkten erhältlich oder über Händer wie Amazon und nicht nur per Nespresso-Club oder in wenigen exklusiven Flagship-Stores.

Auf Lungos und Ristrettos kann der Kunde noch nicht zurückgreifen. Mit 29 Cent je Kapsel liegt man schon einmal unter dem Preis von „Nespresso" und teilweise auch unter dem Preis von Tchibo mit seinen „Cafissimo"-Kapseln.

Lieferung und Verpackung
Die Kapseln werden in einer Pappschachtel angeboten. Leider hat sich Mondelez dazu entschieden, jede Kapsel noch einmal in Folie einzuschweißen. Das belastet die Umwelt doppelt, da die Kapseln (wie auch bei den meisten Mitbewerbern) nur über die „gelbe Tonne" entsorgt werden können. Aber warum macht ein Anbieter dann sowas? Kostet ja extra Geld.

Der Hersteller verweist hier darauf, dass die zusätzlich Verpackung das Aroma besser schützt. Das kann man gut nachvollziehen, wenn man weiß, dass sich beim Röstvorgang der Kaffeekirschen bis zu 800 verschiedene Aromen entfalten. Da eine größten Gefahren für organische Stoffe das agressive UV-Licht der Sonne ist, ist so zusätzlicher Aromaschutz gewährleistet.

Ich sehe noch einen weiteren Vorteil: Hygiene. Die Kapseln werden ja immer wieder angefasst - gerade wenn man keinen schicken Kapselhalter hat . Beim Anfassen können Keime oder Bakterien auf die Kapsel kommen, sich dort vermehren und dann beim Einbringen in die Maschine eventuell in das Produkt gelangen. Wer also Wert auf Hygiene legt (z.B. weil auch mit Risikogruppen wie Schwangere oder Senioren vom Kaffee trinken), der schaut mit Jacobs über den Moment hinaus und auf Dauer gesünder.

Laut Hersteller sind die Kapseln ohne Probleme mit den „Nespresso"-Maschinen kompatibel. Während meines Tests konnten ich auch keinerlei Probleme wie sich verhakende Kapseln feststellen.

Jacobs sorgt für wache Moments bei den Kollegen
im Network Operation Center meines Arbeitsgebers.

Wie schmeckt es?
Der Geschmack steht für jeden Kaffeefan (neben dem Preis) zweifellos an erster Stelle. Mir haben die Kapseln von Jacobs Momente durchweg gut geschmeckt. Vor allem der „intenso" und der „classico" sind sehr angenehm auf der Zunge und wissen durch einen runden Abgang zu überzeugen. Im Vergleich zu „Nespresso" und seinen stärkeren Sorten, sind die Jacobs Momente-Kapseln deutlich schwächer im Geschmack. Auch der „Espresso kräftig" von „Cafissimo" liegt hier vor dem „intenso". Dafür gefällt mir persönlich, dass die Sorten allesamt nicht so bitter sind, wie die vergleichbaren Kapseln der Mitbewerber. Die Röstaromen treten hier angenehm in den Hintergrund. Allen vier Espressi gemeinsam ist die gute Crema, die sich nach dem Brühvorgang auf den Espressi zeigt.

Fazit:
Wer geschmacklich gute, aber nicht allzu starke Espressi sucht, die in gut sortierten Märkten einfach und unkompliziert mitzunehmen sind, wird an den vier Sorten von Jacobs Momente durchaus Gefallen finden. Wer allerdings richtig starken Espresso mag und sich nicht an deren Bitternote stört, sollte das Produkt erstmal ausprobieren und dann mit den anderen Espressi auf dem Markt vergleichen. Preislich sind die Kapseln nicht gerade ein Schnäppchen, liegen aber im durchaus akzeptablen Bereich. Mit dem Kauf einer Nespresso-Maschine hat man sich ja sowieso bewusst auf das Konzept - "auch für müde Morgenmuffel bequem, gleichbleibend gut, aber nicht ganz günstig" eingelassen. Dass Mondelez sich dazu entschieden hat, alle Kapseln einzeln in Folie zu verpacken, ist nicht so toll für die Umwelt aber gut für die Hygiene. Mit gefällt es, dass es hier nun Alternativen gibt, die den Markt in Sachen Preis und Qualität beleben werden.


Der Warumduscher bedankt sich bei Mondelez International und Trnd
für die zur Verfügung gestellten Testmuster.


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