Freitag, 26. Oktober 2012

One Way Carsharing - auch für Autobesitzer praktisch

Carsharing habe ich seit 2001 schon praktiziert, als ich mir damals mit meiner Vermieterin einen Ford Escort geteilt habe. Aber mittlerweile habe ich ein eigenes Auto. Da braucht man sowas doch nicht, oder?

Ich habe mich nun beim Carsharing von Drive Now registriert. Warum? Ich kann damit BMWs und Minis unkompliziert für 29 cent pro Minute in Köln, Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf oder gar San Francisco spontan per Adlerblick oder Smartphone suchen und kann sie nach Fahrt von A nach B einfach beliebig abstellen (ok, nur innerhalb der erlaubten Innenstadtbereiche). Keine Grundgebühr und die Tank- und Parkkosten sind auch schon enthalten.

Mit dem Promotion-Link von Warumduscher.com kannst Du bei der Registrierung sogar super Vorteilskonditionen erhalten 9 ,98 € Registrierungsgebühr statt regulär 29 €. Dazu kommen sogar noch 15 Freiminuten für Dich. Du zahlst also wenig für die Anmeldung und danach wirklich nur dann, wenn Du mit dem Auto unterwegs bist.

Hier ist der passende Anmelde-Link


Wenn Du den Preis auf von 29 cent pro Minute Fahren und 10 cent pro Minute beim Stehen auf eines normale Mietwagenmiete  24 Stunden hochrechnest, kommst Du natürlich auf horrende Mietkosten. Aber dabei wird vergessen, dass es hierbei gar nicht nötig ist. Du fährst ja nicht ununterbrochen damit herum. Du nimmst z.B. Auto A und fährst 10 Minuten vom Kölner Hauptbahnhof zu Deinem Ziel in Köln-Ossendorf = 2,90 € (kostet nur 30 Cent mehr als die Straßenbahn der KVB-Linie 5, spart aber 20-30 Minuten Fahrtzeit).

Für die anschließende Fahrt zum Restaurant in der City buchst Du entweder das gleiche Auto oder ein anderes in der Nähe und fährst damit wieder für 2,90 € zurück und stellst es einfach direkt am Restaurant ab, in dem Du Dich mit Deinem Bekannten verabredet hast. Keine Rückgabe an irgendeiner Station, sondern einfaches Ausloggen direkt im Auto. Deshalb nennt sich das Prinzip hier im Gegensatz zum stationären Carsharing "free float" oder "one way". Vielleicht ist das in Deiner Heimatstadt nicht so spannend - aber sehr wohl, wenn Du eine der anderen Metropolen besuchst.

Genial finde ich es auch für Nachtschwärmer - sofern die noch fahrtüchtig sind. Nächster Bus/Bahn kommt erst in 50 Minuten? Dann nehme ich eben ein DriveNow-Auto. Kostet vielleicht 2-3 Euro mehr als KVB, aber nur ein Viertel vom Taxi (bezahlst ja keinen Fahrer).

Falls Du es doch für den ganzen Tag brauchst, gibt es Rabatte. Beim alternativen Anbieter Car2GO kostet ein ganzer Tag maximal 39 €. Das spontane One-Way-Carsharing ersetzt für die City-Mittelstrecke nicht die anderen Mobilitätsoptionen wie ÖPNV, Taxi, eigenes Auto/Zweirad, Mietwagen mit Stationsprinzip. Aber bei intelligenter Auswahl je nach Bedarf ergänzt es sie wunderbar. Es ist ein weiterer Baustein im intermodalen Verkehrsmix der Zukunft.

Spartipp: Je mehr Mitfahrer an Bord sind, desto günstiger wird die Fahrt im Schnitt


Nachtrag:
Ja, der Promotion-Code oben ist von mir und ich erhalte bei Anmeldung Freiminuten für DriveNow. Nach einer Anmeldung erhälst Du von Drive Now einen eigenen Link, den Du an Deine Freunde und Bekannten weitergeben kannst. Dann profitieren Deine Freunde und Du gleichzeitig. Über so ein System wird ja machmal auch ziemlich großer Mist verkloppt, der sonst in den Regalen liegen bleiben würde. Aber wie oben geschrieben, halte ich die Grundidee des modernen Carsharings auch ohne diese Sonderaktion mit Rabatt für sehr nützlich.

Nachtrag 12.03.2013:
DriveNow und Car2Go haben zu Ende Februar 2013 die Preise überarbeitet. Bei DriveNow sind nun statt einem Flat-Tarif sind die Preise nun differenzierter. So kostet das Cabrio im Sommer ein paar Cent mehr als im Winter. Ich habe oben im Beitrag die Preise nicht angepasst, weil ich das nicht bei jeder Änderung machen will. Man merkt einfach, dass die bisherigen Preise recht knapp kalkuliert waren und auch auf einen Werbeeffekt angelegt waren.

Ist ja üblich und sicher auch notwendig in jeder Startphase. Allerdings verärgerte DriveNow die Kunden zusätzlich damit, dass die im Voraus erworbenen Minuten jetzt nicht mehr unbegrenzt gültig sein sollten, sondern monatlich verfallen sollten. Ein Auto bezahlen, das man gar nicht fährt und einem nicht gehört - das Modell ist bekannt: So läuft es beim Mietwagen auch :-) Nach einem Shitstorm in den Kommentaren zur Preiserhöhung, erläuterte DriveNow erst seine Beweggründe und legte dann doch noch ein nicht verfallendes Guthabenpaket nach. Das zeigt, dass sie ihre Kunden ernst nehmen und hier auch der Wettbewerb der anderen Anbieter wie Car2Go oder Multicity positive Auswirkungen hat.

Ich finde das Konzept immer noch gut. Gerade heute fiel wegen Schneefalls mein ÖPNV-Anschlussbus auf dem Weg ins Büro aus und so konnte ich spontan per Smartphone den nächsten Mini zur Weiterfahrt lokaliseren. Vielen dank an den zweiten Blog-Besucher, der sich mit meinem Gutschein-Code angemeldet hat und so uns beiden Freiminuten organisiert hat. Das ersparte mir eine halbe Stunde Warten auf den Bus bzw. Schneespaziergang bzw. 2,30 € für die Anmietung des Autos.

Aufpassen: Das Car Sharing Konzept kann bei
pfiffigen 3-jährigen zu moralischen Konflikten führen!

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